Sonntag, 22. Mai 2022
26.01.2022 08:14
Wirtschaft

Inflation wird 2022 «recht stark» zurückgehen

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Von: awp

EZB-Chefvolkswirt Philip R. Lane hat die Handlungsbereitschaft der Notenbank im Falle einer zu stark steigenden Teuerung betont.

«Wenn wir Daten bekämen, die darauf hindeuten, dass die Inflation im Verhältnis zu 2 Prozent zu hoch wäre, würden wir natürlich reagieren», sagte Lane in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der litauischen Zeitung «Verslo žinios».

«Die erste Entscheidung in diesem Szenario wäre die Beendigung der Nettokäufe. Und erst nach der Beendigung der Nettokäufe von Vermögenswerten würden wir uns mit den Kriterien für eine Anhebung der Zinssätze befassen», erklärte Lane.

Inflation derzeit deutlich über angestrebten Niveau

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Euroraum ein stabiles Preisniveau bei einer jährlichen Teuerungsrate von 2 Prozent an. Sie akzeptiert es, wenn diese Marke zeitweise etwas über- oder unterschritten wird. In Deutschland lagen die Verbraucherpreise im Dezember um 5,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Euroraum betrug die Inflation im Dezember 5,0 Prozent. Vor allem der Anstieg der Energiepreise und Lieferengpässe heizten die Teuerung an.

Lane sagte, er halte es für weniger wahrscheinlich, über ein Szenario nachzudenken, in dem die Inflation dauerhaft und deutlich über 2 Prozent liegt, was «eine beträchtliche Straffung» der Geldpolitik erfordern würde. «Mit Blick auf das Jahr 2022 gehen wir davon aus, dass die Inflation zu Beginn des Jahres hoch bleiben wird, aber im weiteren Verlauf des Jahres, insbesondere gegen Ende des Jahres, zurückgehen wird», bekräftigte Lane. «Es ist also ein Jahr, in dem die Inflation in der ersten Jahreshälfte noch hoch bleiben wird. Aber wir erwarten, dass sie im weiteren Verlauf des Jahres recht stark zurückgehen wird.»

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5 Responses

  1. Wer glaubt denn noch, was Notenbanker sagen? Die erzählen nur das Blaue vom Himmel. Habe noch nie erlebt, dass die eine negative Entwicklung vorweggenommen haben. Sie haben keinen einzigen Crash vorhergesehen noch haben sie irgendeine Rezession kommen sehen. Wieso soll man überhaupt noch glauben, was die von sich geben? Sie sahen ja auch nicht die Inflationstendenz, die wir heute sehen, also ist die Aussage mindestens unbedeutend oder sogar als Gegenteil zu sehen.

  2. Sie hatten den Inflationsschub nicht kommen sehen und nun sollte man ihnen Glauben schenken, wenn sie sagen, sie flache sich wieder ab? Reines Wunschdenken. Die Inflation im EU-Raum ist bei 5% und sie heben die Zinsen, die bei 0% sind nicht an. Wie lange kann man die Realität verdrängen?

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