Mittwoch, 2. Dezember 2020
31.05.2014 10:00
Österreich

A: Anzahl Bauernbetriebe sinkt

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Von: lid

Laut ersten vorläufigen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2013 gab es in Österreich im Jahr 2013 insgesamt rund 167‘500 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2010 entspricht dies einem Minus von 3 Prozent.

Der Betriebsrückgang setzt sich in Österreich weiter fort, hat sich jedoch etwas verlangsamt, berichtet Statistik Austria. Wurden im Jahr 1995, also im Jahr des EU-Beitritts Österreichs, noch 239‘100 Betriebe ermittelt, so reduzierte sich diese Anzahl seitdem um rund 71‘600 (-30%); in den letzten zehn Jahren um 22‘900 Betriebe bzw. 12%. Folglich gaben seit 2003 durchschnittlich rund 2‘300 Bauern pro Jahr ihren Hof auf.

Die österreichische Landwirtschaft ist nach wie vor eher kleinstrukturiert; dennoch hält der Trend zu immer grösseren Betrieben ungebrochen an: Wurde 1995 von einem Betrieb im Durchschnitt eine Gesamtfläche von 31,8 Hektaren bewirtschaftet, so waren es 2013 bereits 43,5 Hektaren. Ähnlich verlief die Entwicklung bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche (Ackerland, Haus- und Nutzgärten, Dauerkulturen, Dauergrünland), wo eine Steigerung von 15,3 auf 19 Hektaren festgestellt werden konnte.

Auch bei der Tierhaltung ist dieser Trend zu beobachten: Wurden im Jahr 1995 im Durchschnitt 20 Rinder in einem Betrieb gehalten, so nahm die Herdengrösse seitdem kontinuierlich auf 29 Rinder pro Betrieb zu. Eine noch rasantere Entwicklung zeigt der Schweinesektor: Hier hat sich der durchschnittliche Bestand seit 1995 von 35 auf 102 Tiere fast verdreifacht. In der Schaf- und Ziegenhaltung sind ebenfalls deutlich höhere Bestände als in der Vergangenheit festzustellen.

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