Donnerstag, 8. Dezember 2022
27.09.2022 07:08
Klimawandel

Arktis: Kein neuer Eis-Minusrekord 

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Von: sda

Trotz eines sehr heissen Sommers ist die Meereisbedeckung in der Arktis in diesem Jahr nicht auf einen neuen Tiefstand gesunken. Die Fläche schrumpfte bis auf 4,79 Millionen Quadratkilometer und lag damit im Mittelfeld der letzten 15 Jahre.

Die Ausdehnung lag damit aber zugleich weiterhin unter dem langjährigen Mittel der Eisausdehnung, wie das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) am Montag berichtete.

«Auch wenn dieser Sommer keine neuen Rekorde in der Arktis gebrochen hat, bleibt die Eisbedeckung im langjährigen Vergleich sehr niedrig, und wir gehen davon aus, dass sich der langfristige Meereisrückzug fortsetzen wird», erklärte AWI-Experte Christian Haas. Demnach setzt sich der bereits seit Ende der 1970er-Jahre zu beobachtende Abwärtstrend weiter fort. Seitdem verliert das arktische Meereis nach Angaben des Forschungsinstituts je Jahrzehnt etwa zwölf Prozent seiner Fläche.

Unter vier Millionen Quadratkilometer

Die Meereisausdehnung rund um den Nordpol gilt als wichtiger Gradmesser, das AWI bestimmt sie jedes Jahr anhand von Satellitendaten. Das Eisminimum wird jeweils zum Ende des Sommers im September erreicht, in diesem Jahr war dies am 16. September der Fall.

Bereits zweimal in den vergangenen zehn Jahren war die Eisfläche auf unter vier Millionen Quadratkilometer geschrumpft. 2012 wurde das bisherige historische Minimum mit einer Ausdehnung von nur 3,27 Millionen Quadratkilometern erreicht.

Erhebliche Schwankungen

Im vergangenen Jahr waren es mit 4,81 Millionen Quadratkilometern etwas mehr als in diesem Jahr. Die Eisbedeckung der Meere rund um die Arktis wird nach Angaben des AWI zum einen durch langfristig wirkende Trends bestimmt, zum anderen aber auch durch kurzfristige und teils erhebliche Schwankungen zwischen einzelnen Jahren. Dabei spielen wiederum das Wetter sowie Meeresströmungen eine entscheidende Rolle, wobei deren jahreszeitliche Veränderungen schwer vorherzusagen sind.

So verhinderte in diesem Jahr laut AWI die Anordnung von Hoch- und Tiefdruckgebieten etwa, dass sehr heisse sommerliche Luftströmungen aus Europa die zentrale Arktis erreichten. Zugleich blockierten regionale Wetterlagen zeitweise den Abfluss von Eis aus den russischen Randmeeren, so dass sich in diesem Bereich in der Folge mehr Eis sammelte.

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7 Responses

  1. Du meine Güte: schon wieder die verschwörungstheoretische „Elite“ mit der „totalen Kontrolle“. So langsam ist’s nun genug mit deinem gehirngewaschenen Blödsinn.

      1. Du weisst ja schon, Jonas, in welchem Zusammenhang der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ eingeführt wurde?
        Anlass war der Mord an J. F. Kennedy. Wer die offizielle Version anzweifelte, wurde systematisch als Verschwörungstheoretiker diffamiert.
        Obwohl es auch da offensichtlich war, dass die offizielle Version eine Lüge ist. Wurde nämlich von Allen Welsh Dulles, dem CIA-Chef, den Kennedy feuerte, in die Welt gesetzt.

    1. Hier noch mal die Kurzversion zur Prüfung: Zuverlässige Angaben über die Eisschmelze gibt uns der Meerespiegelanstieg. Der beträgt nur 1 bis 3 mm pro Jahr. Daher gibt es keinen Grund zur Panik bezüglich Eisschmelze oder Klimawandel!
      Jonas verurteilt das als Verschwörungstheorie. Es ist aber eine Tatsache und er sollte mal von seinem hohen Verurteilungsross heruntersteigen!

      1. Genau gesagt: Eis, das über Wasser liegt und schmilzt, erhöht den Meerespiegel nicht (was der Fall ist bei der Arktis). Jedoch ist der Meeresspiegelanstieg ein untrügliches Indiz für das Mass der Erd-Erwärmung.
        Es gibt also mit 1 bis 3 mm pro Jahr Meeresspiegelanstieg überhaupt keinen Grund zur Panik. Was die „Forschungsinstitute“, die von den Geldgebern abhängig sind, nicht daran hindert, immer wieder Panik zu schüren. Denn dafür werden die ja bezahlt.

  2. „Die Sommertemperaturen in der Arktis blieben auf einem ähnlichen Niveau wie im 44-Jahres-Durchschnitt von 1958-2002, ohne dass es zu einem deutlichen Anstieg der Erwärmung kam.“ Aus: eike-klima.eu

    1. „Mit einer Eisbedeckung im Juli und August, die über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 2010-20 liegt, hat die Ausdehnung des sommerlichen Meereises in der Arktis Experten überrascht, die solche Werte einst für unmöglich hielten.
      Dies steht in krassem Gegensatz zum vorherrschenden Klimanarrativ, das ein Schwinden des Sommereises in der Arktis vorhersagt. Einige Politiker hatten sogar behauptet, dass Teile der Arktis bereits eisfrei sein würden.“

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