Samstag, 23. Januar 2021
10.02.2013 10:32
Käsemarkt

Französischer Gruyère wird bald EU-geschützt

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Von: AgE

Französischer Gruyère ist ab Ende Februar in der EU als regionale Spezialität geschützt. Die Käsesorte erhält einen Eintrag als geschützte geographische Angabe (g.g.A.). Künftig ist damit genau geregelt, wer französischen Gruyère erzeugen darf.

So muss die verwendete Rohmilch von traditionellen Rinderrassen stammen, beispielsweise Abondance, Montbéliarde oder Simmental
française. Das Einzugsgebiet ist vergleichsweise weiträumig und umfasst neben der Region Franche-Comté Teile der angrenzenden Regionen Rhône-Alpes, Burgund, Champagne-Ardennes und Lothringen. Für die Herstellung und Reifung gelten strenge Auflagen.

Nach Angaben des Schutzverbands geht die Bezeichnung „Gruyère“ auf die „Officiers gruyers“ zurück. Hohe Forstbeamte, die als
Steuereintreiber die Abgaben auf die „Frucht“ der Berge, die Waldnutzung, zu erheben hatten.

Die Eintragung als g.g.A. folgt auf einen Streit mit den Herstellern des schweizerischen Namensvetters. Ursprünglich wollten die Franzosen ihren Gruyère nämlich als geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) eintragen lassen. Diese Bezeichnung wurde jedoch im Rahmen eines EU-Abkommen mit der Schweiz zur gegenseitigen Anerkennung von geschützten Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben ausschliesslich dem Schweizer Gruyère eingeräumt.

Im Gegensatz zum Gütesiegel g.U., das die Produktion, Verarbeitung und Veredlung im Ursprungsgebiet vorschreibt, ist für die g.g.A. nur ein Verarbeitungsschritt in der Region erforderlich.

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