Freitag, 7. Oktober 2022
17.08.2022 07:43
Italien

I: 200 Millionen Dürrehilfen für Bauern

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Von: AgE

Die unter der Trockenheit leidenden landwirtschaftlichen Betriebe in Italien erhalten zusätzliche staatliche Hilfen. Das Maßnahmenpaket, das die Regierung in Rom soeben beschlossen hat, beinhaltet auch 193.19 Mio Franken (200 Mio Euro) für den landwirtschaftlichen Hilfsfonds. 

Den betroffenen Betrieben soll es mittels der Dürrebeihilfen ermöglicht werden, den Anbau und die Viehzucht wieder aufzunehmen. Das Paket sieht ausserdem Steuererleichterungen für Kraftstoffe in Höhe von 187.39 Mio Franken (194 Mio Euro) für das dritte Quartal vor.

Nach Berechnungen des Instituts für Markforschung und Marktinformation (ISMEA) sind die Anbaukosten von Januar bis Mai 2022 in Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 22,9 % gestiegen.

Anbaukosten massiv gestiegen

Die stärkste Verteuerung gab es bei den Energiekosten mit 59 %, Dünger mit 40 % und den Dienstleistungen mit 37,5 %. Futtermittel verteuerten sich im Mittel um 23,3 % und Zuchttiere um etwa 10 %.

Angesichts der deutlich höheren Produktionskosten, dem anhaltenden Krieg in der Ukraine und der Dürre haben sich Stimmung und Zuversicht der Landwirte in Italien enorm verschlechtert.

Stimmung hat sich massiv verschlechtert 

Im ersten Quartal 2021 hatten sich noch 60 % der Befragten zuversichtlich gezeigt, ihr Produktionsniveau in den nächsten drei Jahren zumindest halten zu können, und 29 % meinten sogar, es zu steigern. Rund 4 % der befragten Landwirte hatten seinerzeit angegeben, ihren Betrieb schliessen zu müssen.

Im Juni waren es 9 % der Betriebe, die nicht mehr weitermachen wollen oder können. Lediglich noch ein Drittel ging davon aus, dass es die Produktion in gleichem Umfang fortsetzen werde, während nur noch knapp jeder Vierte auf eine Verbesserung setzte.

Effizienter lagern und verarbeiten 

Neben den Hilfsgeldern hat die italienische Regierung im Zuge des Massnahmenpakets auch ein Förderpaket von 144.89 Mio Franken (150 Mio Euro) mit Geld aus dem Wiederaufbaufonds der EU zum Ausbau der Logistikkette im Agrar- und Ernährungssektor beschlossen.

Ziel ist es, die Lagerung und Verarbeitung von Agrarprodukten sowie den Energieverbrauch effizienter zu gestalten und die Digitalisierung voranzubringen. Antragsteller können sowohl private als auch öffentliche Betriebe sein.

Die Projektkosten müssen zwischen mindestens 4.83 Mio Franken (5 Mio Euro) und maximal 19.32 Mio Franken (20 Mio Euro) betragen. Von der Fördergesamtsumme sollen mindestens 40 % an Unternehmen in Süditalien fliessen. 

 

 

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