Sonntag, 24. Oktober 2021
14.10.2021 06:33
Neuseeland

Neuseeländische Fleischexporte boomen

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Von: AgE

Die neuseeländischen Exporteure von Rind- und Schaffleisch haben im August so gute Geschäfte gemacht wie lange nicht mehr. Wie der nationale Fleischindustrieverband (MIA) kürzlich mitteilte, lag der Erlös der Rotfleischausfuhren mit 650 Mio NZ$ (418 Mio. Fr.) um gut ein Viertel über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. 

Laut dem Verband war das hauptsächlich auf das Einnahmeplus bei den Rindfleischexporten um 39% auf 179 Mio. Euro (191 Mio. Fr.) zurückzuführen. Dabei legten die Verkaufserlöse im Handel mit China um 89% auf 70 Mio. Euro (64 Mio. Fr.) zu. Der Wert der Lieferungen in die USA stieg um 31% auf 61 Mio. Euro (65 Mio. Fr.).

Versorgungslage

Laut MIA-Geschäftsführerin Sirma Karapeeva wurden im August 35’327 t Rindfleisch ins Ausland verkauft; das waren 71 % mehr als die durchschnittliche Monatsmenge in den vergangenen 30 Jahren. Dabei habe die knappe globale Versorgungslage geholfen. So begrenzten der Herdenaufbau in Australien und Exportbeschränkungen in Argentinien das internationale Angebot.

Zudem habe China Anfang September die Einfuhr von brasilianischem Rindfleisch eingestellt, da dort bei zwei Rindern die atypische Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) aufgetreten sei.

Teureres Schaffleisch

Bei Schaffleisch aus Neuseeland nahmen laut Mia die Exporterlöse im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 10 % auf 123 Mio. Euro (132 Mio. Fr.) zu, obwohl die Ausfuhrmenge um 7% rückläufig war. Möglich machten das die auf durchschnittlich 6,85 Euro/kg (7,35 Fr.) gestiegenen Verkaufspreise. China als grösster Kunde kaufte im Berichtsmonat für 56 Mio. Euro (60 Mio. Fr.) Schaf- und Lammfleisch in Neuseeland und gab damit 46 % mehr Geld als im August 2020 aus.

Ordentlich ins Stocken geraten ist dagegen der Export in das Vereinigte Königreich, der im Vergleich zum Vorjahresmonat mengenmäßig um rund die Hälfte auf nur noch 977 t einbrach. Das war die geringste Monatsmenge seit den 1980er-Jahren. «Es sieht so aus, als könnten wir die Auswirkungen des Brexits spüren», stellte Karapeeva fest. Grossbritanniens Schaffleischexporte seien um 25 % zurückgegangen und im eigenen Land verblieben, weshalb der Importbedarf kleiner ausfalle.

Der neuseeländische Branchenverband Beef and Lamb geht davon aus, dass die Rindfleischausfuhren in dem im September beendeten Wirtschaftsjahr 2020/21 um 6,0% auf 493’000 t gestiegen sind, bei den Schaffleischausfuhren zeichnet sich hingegen ein kleines Minus von 1 % auf 391’000 t ab.

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