Montag, 17. Mai 2021
04.05.2021 08:38
China

Schweinefleischhunger ist ungebrochen

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Von: AgE

China hat im vergangenen Jahr infolge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) eine Rekordmenge an Schweinefleisch eingeführt. In diesem Jahr sind die bisherigen Bezugsmengen sogar noch höher.

Wie aus Daten der Zollverwaltung hervorgeht, hat die Volksrepublik im ersten Quartal 2021 insgesamt 1,43 Mio t Schweinefleisch einschliesslich Nebenerzeugnissen importiert. Das waren 237’400 t oder ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das Gros bestand mit 1,14 Mio t aus frischer und gefrorener Ware, deren Einfuhrvolumen um 22,9 % zunahm. Bei den Schlachtnebenerzeugnissen war der Anstieg mit 9,4 % auf 289 200 t verhaltener. Mit Abstand wichtigster Schweinefleischlieferant für den chinesischen Markt war Spanien. Die von den Iberern verschiffte Menge legte gegenüber den ersten drei Monaten 2020 um 241’900 t oder 113,4 % auf 455’200 t zu.

Gute Vermarktungsmöglichkeiten

Infolge dieser sehr guten Vermarktungsmöglichkeiten wurden die Schlachtschweine in Spanien knapp, und die Notierung am Mercolleida stieg im ersten Quartal 2021 um 33 % an. Auf Rang zwei der wichtigsten Drittlandsanbieter in China rangierten die USA.

Diese mussten aber einen leichten Absatzrückgang um 1,2 % auf 209 000 t hinnehmen. Zwar konnte der US-Export von Schlachtnebenerzeugnissen in die Volksrepublik um 64,5 % auf 71’700 t zulegen, doch wog der Rückgang bei der Ausfuhr von frischer und gefrorener Ware mit 18,3 % auf 137’300 t schwerer.

Niederlande freut sich

Die Niederlande konnten sich, wie viele andere Staaten der Europäischen Union auch, über einen Anstieg ihrer Schweinefleischexporte nach China freuen. Die Tonnage insgesamt nahm gegenüber dem ersten Quartal 2020 um 40,1 % auf 140’800 t zu. Dahinter rangierte Dänemark mit einem Absatzplus von knapp 10 % auf 128’600 t, das allerdings durch den stagnierenden Verkauf von Nebenerzeugnissen gebremst wurde.

Brasilien konnte seine Verkäufe von Schweineteilstücken nach China um 41,5 % auf 121’200 t steigern, rangierte wegen der vergleichsweise geringeren Ausfuhr von Nebenerzeugnissen mit insgesamt 125’500 t aber nur auf Platz fünf der wichtigsten Lieferländer.

Deutschland hat seine hohen Marktanteile in China nach dem Auftreten der ASP vollständig verloren; auch dies erklärt die starken Zugewinne bei anderen Wettbewerbern. 

 

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