Freitag, 7. Oktober 2022
19.09.2022 15:45
Rohstoffe

«Verzicht auf russisches Öl erhöht Lebensmittelpreise»

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: awp

Der Ersatz russischer Erdöllieferungen dürfte für die westliche Welt ein schwieriges Unterfangen werden. Zu dieser Einschätzung kommt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem am Montag veröffentlichten Quartalsbericht.

Eine Begrenzung russischer Ölexporte dürfte mit starken und lang anhaltenden Preisanstiegen einhergehen, erwartet die BIZ. Zudem könnten sich Auswirkungen auf andere Bereiche wie die Lebensmittelpreise ergeben. Wegen des Ukraine-Kriegs wollen viele westliche Länder russisches Rohöl künftig meiden.

Ein grundsätzliches Problem sei der grosse Marktanteil der russischen Ölproduktion. Allein zehn Prozent aller weltweiten Erdölexporte entfielen auf Russland, erläuterte die BIZ. Ein bedeutender Wegfall russischer Ölprodukte wäre daher ein grosser negativer Schock für die Weltwirtschaft.

Dass andere Produzenten ausreichende Kapazitäten hätten, um den Ausfall zu ersetzen, sei unwahrscheinlich. Zudem lägen die Investitionen in die Entdeckung und Nutzbarmachung neuer Ölquellen immer noch unter Vor-Corona-Niveau.

Zwar hält es die BIZ für vorstellbar, dass Preisanstiege von Rohöl durch den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen gedämpft werden könnten. Dies jedoch könnte wiederum die Preise verschiedener Grundnahrungsmittel steigen lassen, die für die Produktion von Biokraftstoffen benötigt werden.

Solche Preisanstiege könnten sich dann auf andere Lebensmittelmärkte übertragen, beispielsweise von Mais auf Sojabohnen. Störungen auf den globalen Energiemärkten könnten damit zu einem Preisanstieg vieler landwirtschaftlicher Produkte führen, warnte die BIZ.

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

Der Agraringenieur arbeitet als Steuerchefexperte Landwirtschaft in der Berner Steuerverwaltung.  - Daniel Salzmann Werner Salzmann will Bundesrat werden. Der 59-jährige Berner Ständerat hat seine Kandidatur am Freitagmorgen auf Nau.ch bekannt…

Politik & Wirtschaft

Heizkosten: Heizen mit Gas wird teurer. Dabei gibt es regionale Unterschiede, denn der Gasmarkt ist in der Schweiz  gesetzlich kaum geregelt. Pixapay Wer eine Gasheizung im Keller hat, muss seit Ausbruch…

Politik & Wirtschaft

Christoph Blocher würde am liebsten Toni Brunner im Bundesrat sehen. - Daniel Salzmann Der Kanton Zürich muss nach Ansicht von alt Bundesrat Christoph Blocher nicht unbedingt in der Landesregierung vertreten…

Politik & Wirtschaft

Bundesrat Ueli Maurer tritt Ende Jahr zurück. - Robert Alder Das Kandidatenkarussell für die Nachfolge von SVP-Bundesrat Ueli Maurer dreht sich seit dessen Rücktrittsankündigung am Freitag. Es kursieren in der…

9 Responses

  1. Erdöl hätte es mehr als genug. Durch die falsche Lehre, dass Erdöl fossil sei und daher knapp, wurde das Öl zusätzlich verteuert
    Und durch die falsche Lehre, dass Putin den Krieg in der Ukraine verursacht hätte und dass Sanktionen Frieden oder Einlenken oder den Rückzug der Russen erzwingen würden, wird unsere Energie weiter verknappt und verteuert
    Die Agenda des WEF, der UNO und der Grünen wird verwirklicht. Zum Schaden der Menschen!

    1. Soll das eine Beleidigung sein, InesK?
      Wissenschaft soll ergebnisoffen sein. Erdöl wird dort gefunden, wo es eigentlich nicht sein dürfte, wenn Öl wirklich aus Lebewesen entstanden sei sollte. D.h. die Erdölindustrie weiss, dass Erdöl NICHT FOSSIL ist! Durch das Narrativ, dass Erdöl fossil sei, wird es verteuert!
      Bezüglich Russland und Putin hören wir nur die verkürzte Version! Und aus der Geschichte könnten wir lernen, dass man eine Grossmacht wie Russland nicht einfach zwingen kann!

      1. Das heisst also, man soll diesen Angriffskrieg gegen ein unabhöngiges Land einfach akzeptierern,? Gehts noch?

        Wer den Angriffskrieg dieses Diktators W.P. auf die Ukraine verteidigt, relativiert, rechtfertigt oder verharmlost macht sich zum Handlanger und wird mitschuldig an dessen historischen Verbrechen.

        1. Moralismus verhindert Diplomatie und Ende des Krieges. Putin suchte, im Gegenasatz zur Ukraine / NATO, schon seit 2014 eine diplomatische Lösung.
          Um das zu wissen, sollte man sich besser informieren!

          1. Was erzählen Sie wieder für ein Unfug. Wer hat denn die Krim annektiert? Wie hätte dann die diplomatische Lösung ausgesehn,? Dass die Ukraine die Gebiete freiwillig abgibt?

            Und heute: wer hat die Ukraine angegriffen? Nur Putin kann den Krieg beenden. Er kann seine Truppen zurückziehen und die besetzten Gebiete zurückgeben der Krieg ist zu Ende.

            Herr F, Sie rechtfertigen die Untaten diesen Verbrechers und machen sich mitschuldig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE