Sonntag, 18. April 2021
02.03.2021 08:08
Frankreich

Investor will Landwirtschaftsschule aufbauen

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Von: AgE

Der französische Unternehmer und Investor Xavier Niel baut offenbar eine Landwirtschaftsschule auf. Wie das Magazin „Capital“ in der vergangenen Woche berichtete, entsteht die Einrichtung in dem westlich an Paris grenzenden Département Yvelines auf einem Landgut mit 600 ha.

Die Einrichtung wird den Recherchen des Magazins zufolge von Audrey Bourolleau geleitet, die zuvor als agrarpolitische Beraterin für Staatspräsident Emmanuel Macron tätig war. Die Schule werde im Frühjahr die Anmeldung für die kostenfreie Ausbildung öffnen, teilte das Magazin mit. Ziel sei es, ab kommenden Herbst etwa 2’000 Personen pro Jahr in landwirtschaftlichen Berufen auszubilden.

Laut Capital ist den Baugenehmigungen für die Einrichtung zu entnehmen, dass grosse Unterrichtsräume und eine Kantine mit 200 Plätzen entstehen werden. Ausserdem werde eine ehemals stillgelegte Molkerei wieder in Betrieb genommen.

Bauernverband kritisch

Neben der Milchviehhaltung stünden zudem Felder für den Getreideanbau sowie Waldflächen zur Verfügung. Kritisch wurde der Bericht von „Capital“ vom Fachverband der Rinderhalter (FNB) im französischen Bauernverband (FNSEA) aufgenommen.

Die Regierung stehe in der Pflicht, die Ernährungssouveränität des Landes nicht finanziellen Interessen und privaten Investitionen zu überlassen.

Investor hat Fabrik mit Fleischersatzprodukten

Bereits im vergangenen September war Niel, der als einer der reichsten Franzosen gilt, ins Visier der Fleischerzeuger geraten. Damals hatte das Start-up „Les nouveaux fermiers“ (Die neuen Farmer) Frankreichs erste Fabrik für pflanzliche Fleischersatzprodukte in Betrieb genommen, um „Steaks“, „Nuggets“ und „Filets“ aus Weizen-, Erbsen- und Sojaprotein herzustellen.

Niel, der zu den Geldgebern gehört, hatte – wie auch andere Prominente – eine Bürgerinitiative unterstützt, die unter anderem den Tierschutz und auch Tierrechte stärken will. Die Branchenverbände sahen in diesen Verbindungen eine „Peinlichkeit“ für die Demokratie. 

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