Montag, 8. März 2021
26.01.2021 18:39
Wald

Kommission will Wald stärken

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Von: sda/blu

Die Umweltkommission des Nationalrates hat mit 22 zu 3 Stimmen der Motion «Sicherstellung der nachhaltigen Pflege und Nutzung des Waldes» zugestimmt. WaldSchweiz, der Verband der Waldeigentümer, ist erfreut über den deutlichen Entscheid .

Der Klimawandel und Ereignisse wie Sturmschäden, Käferbefall und Trockenheit setzen dem Wald zusätzlich zu. Ständerat Daniel Fässler (CVP/AI) ,  der auch Präsident von WaldSchweiz ist, hat deshalb im Juni 2020 eine Motion eingereicht.

Finanzielle Anreize

Die Motion verlangt vom Bundesrat rasch Massnahmen und entsprechende finanzielle Unterstützung, um die Rahmenbedingungen für die Schweizer Waldbewirtschaftung im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels zu verbessern.

Fässler fordert in seiner Motion finanzielle Anreize, damit die Waldeigentümer den Wald auch in Zukunft so bewirtschaften können, dass er «alle Funktionen und Leistungen nachhaltig und gleichwertig erfüllen kann», wie dies die Waldpolitik 2020 vorsieht.

Ständerat hat bereits zugestimmt

In einem ersten Schritt sollen vom Bund für die NFA-Programmvereinbarungen und ergänzende Massnahmen zusätzlich 25 Millionen Franken pro Jahr ausgerichtet werden, und zwar in den Bereichen «Stabilitäts-Waldpflege», Sicherheitsholzschläge und klimaangepasste Waldverjüngung. Die Kommission hat die Forderung der Motion ausserdem dahingehend erweitert, dass im Bedarfsfall Nachtragskredite für das laufende Jahr bereitgestellt werden sollen.

Vergangenen September wurde die Motion vom Ständerat mit  grosser Mehrheit angenommen und damit an den Nationalrat überwiesen.

WaldSchweiz zufrieden

Erfreut über den Entscheid der Umweltkommission zeigt sich WaldSchweiz. «Die Motion ist der richtige Weg, um den Waldeigentümern kurzfristig die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit der Wald für die herausfordernde Zukunft fit gemacht werden kann», lässt sich Daniel Fässler zitieren. Es brauche nun rasche und griffige Massnahmen, damit die Ziele der Waldpolitik des Bundes durch die Waldeigentümer umgesetzt werden könnten, so Fässler weiter.

Bundesrat lehnt Motion ab

Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung einer regelmässigen Waldbewirtschaftung, gerade auch angesichts des Klimawandels. Waldeigentümer mit ihren Forstbetrieben spielten dabei eine wichtige Rolle und stünden momentan vielerorts vor einer herausfordernden Aufgabe, antwortete der Bundesrat auf die Motion. 

Da das Parlament im Sommer 2020 den Bundesrat mit der Motion Engler beauftragte, zusammen mit den Kantonen im Sinne der Verbundaufgabe eine integrale Strategie für die Anpassung des Waldes an den Klimawandel vorzulegen, lehnt die Regierung eine vorgezogene Anpassung der Instrumente und eine allenfalls damit einhergehende Mittelaufstockung zum jetzigen Zeitpunkt ab. Die Regierung lehnt deshalb die Motion ab.

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