Mittwoch, 27. Januar 2021
30.11.2020 15:31
Nationalrat

Landwirt Aebi erzielt hervorragendes Resultat

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Von: sda

Der Berner SVP-Politiker Andreas Aebi ist neuer Präsident des Nationalrates und damit höchster Schweizer. Er wurde am Montag mit 178 von 183 gültigen Stimmen gewählt. Im Vergleich zum langjährigen Mittel ist das ein überdurchschnittliches Resultat.

Aebis Vorgängerin Isabelle Moret (FDP/VD) war vor einem Jahr mit einem Rekordresultat gewählt worden, nämlich mit 193 von 198 gültigen Stimmen. An der Wahl vom Montag nahmen allerdings lediglich 190 Nationalratsmitglieder teil.

Bauernhof an Sohn übergeben

Die Führung des familiären Bauernhofs in Alchenstorf am Rand des Emmentals hat Aebi Anfang dieses Jahres an den Sohn weitergegeben. Doch hilft der eben 62-jährig gewordene Aebi wenn möglich noch täglich auf dem Betrieb aus, wie er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagt.

Seine politische Karriere begann Andreas Aebi auf kommunaler Ebene. Von 1998 bis 2008 war er Alchenstorfer Gemeindepräsident. Ohne je Kantonsparlamentarier gewesen zu sein, gelang ihm 2007 der Sprung in den Nationalrat. Dreimal wurde er seither wiedergewählt – stets mit einem kantonalen Spitzenresultat. Im Gespräch mit Keystone-SDA sagt Aebi, ein Biohof sei nicht unbedingt ökologischer als ein Hof mit Integrierter Produktion (IP). Mehr zu Aebi gibt es hier

Kühe spielen im Leben von Andreas Aebi eine grosse Rolle.
Daniel Salzmann

Ratspräsident leitet Verhandlungen

Zuvor hatte der Thurgauer Hansjörg Walter (SVP) mit 185 Stimmen – im Jahr 2011 – den Rekord gehalten. Im langjährigen Mittel wurden neue Nationalratspräsidenten und Präsidentinnen mit jeweils um die 150 Stimmen gewählt.

Der Ratspräsident leitet die Verhandlungen des Rats, legt im Rahmen der Sessionsplanung des Büros die Tagesordnung fest, leitet das Ratsbüro und vertritt den Rat nach aussen.

Stichentscheid bei Stimmengleichheit

In der Regel äussern sich Ratspräsidenten und -präsidentinnen nicht zur Sache und stimmen nur dann mit, wenn die Zustimmung der Mehrheit der Mitglieder jedes Rates erforderlich ist. Bei Stimmengleichheit fällt er oder sie den Stichentscheid.

Mit anhaltendem und herzlichen Applaus verabschiedete der Nationalrat die zurücktretende höchste Schweizerin Isabelle Moret (FDP/VD). Ständeratspräsident Hans Stöckli (SP/BE) und sie selbst hinterliessen ihren Nachfolgern ein Parlament, das für solche Krisen gewappnet sei, sagte Moret über ihr von der Pandemie geprägtes Amtsjahr.

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