Sonntag, 23. Januar 2022
05.12.2021 08:30
Europa

Landwirte erhalten 686 Millionen

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: AgE

Landwirte erhalten 686 Millionen Euro aus der Krisenreserve. Den grössten Anteil erhält Frankreich. 

Die Landwirte in der Europäischen Union können sich über eine kleine Finanzspritze aus dem EU-Agrarhaushalt freuen. Sie erhalten insgesamt 686 Millionen Euro an Mitteln aus der einbehaltenen
Krisenreserve und dem Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL).

Wie die Kommission vergangene Woche bekanntgab, ist laut der entsprechenden Durchführungsverordnung
eine Auszahlung über die Mitgliedstaaten ab sofort möglich. Spätestens muss diese vor dem 16. Oktober 2022
erfolgen.

Obergrenzen festgelegt

Der Brüsseler Behörde zufolge wurden in diesem Haushaltsjahr insgesamt 879,8 Millionen Euro von den Direktzahlungen an die Landwirte im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) einbehalten, um zu meinen die dann nicht in Anspruch genommene Agrarkrisenreserve über 487,6 Millionen zu finanzieren.

Zum anderen wurde mit dem Einbehalt der darüber hinausgehenden Mittel sichergestellt, dass die EGFL-Obergrenze nicht überschritten wird. Letzteres war laut der Kommission erforderlich, weil die Obergrenzen für die Direktzahlungen festgelegt werden mussten, bevor eine Einigung über den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für 2021 bis 2027 hatte erzielt werden können.

Von den ungenutzten EU-Mitteln gehen an die landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland 93,9 Millionen Euro. Bezogen auf die hiesige landwirtschaftliche Nutzfläche sind dies etwas mehr als 6 Euro pro Hektar. Den insgesamt grössten Betrag erhalten die französischen Bauern. Nach Paris werden 140,1 Millionen Euro überwiesen. Noch knapp vor Deutschland folgt Spanien mit rund 94 Millionen Euro. Die italienischen Landwirte bekommen insgesamt 59 Millionen Euro.

Niedriges Beihilfeniveau in Polen

Nach Polen gehen trotz seiner flächenmässigen Grösse lediglich gut 43 Millionen Euro. Dies liegt an dem dort niedrigeren Beihilfenniveau. Rumänien erhält 29,9 Millionen Euro. Das Konzept der Krisenreserve und des Erstattungsmechanismus wurde mit der im nächsten Jahr auslaufenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) beschlossen.

Erstmals zur Anwendung kam es im Haushaltsjahr 2014. Einbehalten wird ein Teil der Direktzahlungen, wenn diese für den Betrieb 2’000 Euro übersteigen. Ausserdem ist das jüngste Mitgliedsland Kroatien von der Regelung noch ausgenommen. 

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

Ingrid Fromm untersucht Wertschöpfungsketten. - zvg Ein Bericht von BFH-HAFL-Forschenden zeichnet ein düsteres Szenario: Ernten im freien Fall, Millionen Produzentinnen und Produzenten in der Armut. Ein wichtiger Faktor ist der…

Politik & Wirtschaft

Der neue Landwirtschaftsminister Cem Özdemir will die Klimaziele in der Landwirtschaft durchsetzen. - Messe Berlin In Deutschland gibt es eine neue Regierung, Landwirtschaftsminister ist der Grüne Cem Özdemir. Wohin die…

Politik & Wirtschaft

In Deutschland ist der jahrzehntelange Ausstieg aus der Atomenergie fast abgeschlossen. - pixabay Die deutsche Regierung will nach eigenen Angaben ihr klares Nein zur Einstufung von Atomkraft als nachhaltige Investition…

Politik & Wirtschaft

Die vorangegangene Prognose wurde um 200’000 Tonnen erhöht. - zvg Das Moskauer Consulting- und Forschungszentrum für Agrarökonomie (Sovecon) hat die Ausfuhren von Weizen aus dem Land geschätzt. Die Schätzung des…

4 Responses

  1. Jeder Unterbnehmer steht unter Artenschutz oder wer bezahlt denn ALV, Sozialhilfe, soziale Ergänzungsleistungen für Working Poor, Kurzarbeit ect? Wohl kaum Sie! Zudem BEKOMMEN Bauern gar nichts. Sie bekommen vom Staat Aufträge, für deren Erfüllung sie ein Entgelt bekommen, wie auch sonstige Unternehmer, welche für den Staat Aufträge erfüllen. Nur bekommen wir anstatt wie Sie keine 100.- pro Mannstunde, sondern 10.-

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE