Freitag, 27. November 2020
20.11.2020 15:30
Stickstoff

Lufthygienekommission will Bauern in die Pflicht nehmen

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Der Luftschadstoff Ammoniak entsteht vor allem bei der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung.
Thomas Alföldi

Der Stickstoffausstoss des Verkehrs hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Die Bauern stossen aber immer noch so viel Ammoniak aus, dass die gesamte Stickstoffmenge nur wenig abnahm. Nun will die Lufthygienekommission die Landwirte in die Pflicht nehmen.

Der Stickstoff entfaltet wegen des nur geringen Rückgangs weiterhin seine negativen Auswirkungen auf naturnahe Ökosysteme und die Artenvielfalt, wie die Eidgenössische Kommission für Lufthygiene (EKL) am Freitag mitteilte.

Bereits 2005 hatte die EKL eine Halbierung der Stickoxid- und Ammoniak-Emissionen gegenüber dem Jahr 2000 gefordert. Bei Abgasen und Verbrennungsprozessen nahm der Ausstoss seit 2000 um rund einen Drittel ab.

Der Ausstoss in der Landwirtschaft stagnierte dagegen auf hohem Niveau. Der Bundesrat zeigte den Handlungsbedarf im Luftreinhalte-Konzept und in den Umweltzielen für die Landwirtschaft vor Jahren auf.

Ab 2022 treten verbindliche Auflagen für die Abdeckung von Güllenkästen und eine emissionsarme Jauche-Ausbringung in Kraft, was die Kommission begrüsst. Ebenso begrüsst die Kommission die weitere Ökologisierung der Landwirtschaft und die Verminderung der Nährstoffverluste, wie sie der Bundesrat in der Agrarpolitik 22+ vorsieht.

Die Kommission erwartet indessen, dass mit der Agrarvorlage auch Fortschritte bei emissionsarmen Ställen und einer angepassten Nutztierhaltung erzielt werden. Mit Massnahmen zur Verhinderung von Ammoniak liessen sich auch Treibhausgase wie Lachgas und Methan verringern, teilte sie mit.

Der Luftschadstoff Ammoniak entsteht vor allem bei der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Er ist massgeblich für zu hohe Stickstoffeinträge in naturnahe Ökosysteme verantwortlich. Das führt zu einer Überdüngung und Übersäuerung der Habitate. Besonders anfällig sind Wälder, Naturwiesen und Moore.

22 Responses

  1. Ob etwas ein Schadstoff ist, wird durch die Konzentration bestimmt. Bis jetzt können wir immer noch gut atmen (wenn wir keine Mund-Nasen-Maske tragen). Es ist ja im Gegenteil so, dass Menschen, die als Kind oft in stickigen Kuhställen waren, weniger Allergien und Probleme mit der Atmung haben, als Menschen, die keinen Bezug zur intensiven Tierhaltung haben.

      1. Diese meine Ansicht stimmt halt nicht mit der veröffentlichten Meinung (dem Zeitgeist) überein. Es ist aber nötig, diese Ansicht in einer Welt, die durch einzelne hochgeschaukelte Probleme in Knechtschaft geführt wird, zu äussern.
        Das Hauptproblem, das wir im Moment haben, ist nicht die Luft oder das Klima oder der Tierschutz, sondern die Bedrohung der Freiheit und des Rechtsstaates durch übermässig viele Initiativen, Gesetze, Verordnungen, Vorschriften und Steuern (d.h. durch den Sozialismus).

    1. weil es immer mehr platzt und auslauf bgibt, das gibt Fläche die ,sagen wir mal , emmissionnen gibt, da muss man wieder in geschlossene Ställe und möglichst kleine fläche arbeiten, was dem Tierschutzt nich passt… es ist ein perpetum-Mobile…

  2. Nun ich finde es ist an der Zeit das der Bauernverband eine Strategie mit einem vollständigen Argumentarium entwickelt um gegen diesen Nonsens entgegen zu wirken. Bsp: Die Kuh macht sehr viel mehr für das Ökosystem weil sie die Natur pflegt. Auf der Welt entstehen viel mehr Ammoniake wegen den Mooren weil die Pflanzen verrotten. Die Landwirtschaft pflegt die Wälder und alle Grünflächen, die dadurch wieder nachwachsen und die Pflanzen können wieder in der Photosynthese Co2 umwandeln.

  3. Kühe gabs schon als der Homosapiens noch auf den Bäumen rum gehangen ist. Die Natur hat sicher kein Tier erschafen dass sein eigenen Lebensraum zerstört. Nur eines ist so blöd und macht dass, nämlich der Mensch mit seinem verhalten, weil er auf nichts verzichten will.

  4. Schon erstaunlich, während des Lookdowns waren die Feinstaub sowie die Stickoxidwerte massiv tiefer. Zu gleicher Zeit wurden sämtliche Güllelöcher und Mistplätze geleert….. Aber die Landwirtschaft ist mal wieder an allem schuld….

  5. Wenn die Bauern normal guellnen würden, wäre das kein Problem. Aber Gülle mit Tanklaster her karren und ausleren. Das ist eine Sauerei ich habe Fotos gemacht.

  6. Innerhalb von 10 Jahren hat sich die Menge Gärgülle aus Kompogas- und Biogasanlagen mehr als verdreifacht. Die Ammoniak-, Methan- und Lachgasemissionen aus den rund 1 Mio m3 jährlich stammen grösstenteils aus Abfällen der Gesellschaft. Die Lufthygienekommission sollte die andere Seite der Nutzung erneuerbarer Energie auch mal genauer anschauen.

  7. Wir Bauern müssen für alles den Kopf hinhalten nur weil wir Direktzahlungen beziehen und damit alle andere weiterhin soviel Abfall produzieren können wie sie wollen. Wir produzieren Lebenmittel und kein Freizeitlebensstil und das ganze hat ein natürlicher Kreislauf.

  8. Etwas irritiert verfolge ich so und ähnliche Berichte.
    Nutztiere, Landwirtschaft wird mit Urknall verwechselt, eine Kuh stellt kein Element her was es vorher nicht schon gab, N oder C usw. alles natürliche Verbindungen die es sowieso geben würde.
    Ohne Nutztiere (das Fressen) verfällt die Ration zu denselben Teilen.

  9. Am Ammoniak weder die Kuh noch das Auto. Es ist die Art des Umgangs mit den Hinterlassenschaften. Vermischt sich Kot und Urin aeorob ensteht Ammoniak. Der Eintrag in die Wälder ist erwiesen. Güllegruben abdecken bring was, aber bei weitem mehr brächte die Gülle zu verdünnen. Eine Massnahme die nicht kontrollierbar ist aber uns Bauern vor weiterer Geldverschwendung (Luftwäscher ect.) schützen könnte.

  10. Solche Problem-Bewältigungsprogramme zu Ammoniak, Klima, Covid-19 haben (hintergründig) folgende (versteckten) Zwecke:
    1. Arbeits- und Geldbeschaffung und Ausbau der Macht der Behörden, Wissenschafter, Umweltverbänden, politischen Parteien.
    2. Einführung von mehr Regulierungen, Verordnungen, Gesetzen. D.h. Einführung des Sozialismus (Umverteilung, Gleichschaltung, „Wohlfahrtsprogramm“, Steuererhöhung, Zerstörung der Freiheit der Bürger und des Rechtsstaates).

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