Freitag, 22. Januar 2021
25.11.2020 12:00
Milchmarkt

Milch: Mooh erhöht A-Anteil

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Von: blu

Der Absatz von Milchprodukten ist während der Corona-Pandemie gestiegen. Die grösste Schweizer Milchhändlerin erhöht deshalb für die Monate November und Dezember den A-Anteil bei der ÖLN-Silomilch auf 75 Prozent.

Am Schweizer Milchmarkt konnten in den vergangenen Monaten zwei unterschiedliche Entwicklungen beobachtet werden. Gemäss dem Marktbericht Milch des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) von August kam es beim Abholgrosshandel für die Gastronomie zu einem Einbruch. Im Detailhandel hingegen sind die Verkäufe sprunghaft angestiegen.

2,25 Rp. Nachhaltigkeitszuschlag

Von der positiven Entwicklung im Detailhandel konnte die Mooh Genossenschaft profitieren. «Mooh-Produzenten profitieren von der hohen Nachfrage», schreibt die Organisation am Mittwoch in einer Mitteilung.

Rückwirkend per 1. November 2020 wird für die beiden Monate November und Dezember die Segmentierung angepasst: Der A-Anteil für ÖLN-Silomilch steigt für beide Monate auf 75 Prozent. Die ÖLN-Silomilchproduzenten erhalten für die beiden Monate einen ein Nachhaltigkeitszuschlag von 2.25 Rp./kg ausbezahlt.

Der Verwaltungsrat hat die Milchpreise Dezember 2020 an seiner Sitzung vom 11. November 2020 festgelegt.
Mooh

Tieferer Überlieferungsabzug

«Als marktorientierte Produzentenorganisation geben wir bessere Erlöse ohne zu zögern unseren Mitgliedern weiter», lässt sich Martin Hübscher, Verwaltungsratspräsident der Mooh Genossenschaft, nicht ohne Stolz in der Mitteilung zitieren.

Der Überlieferungsabzug für Lieferanten im Planungsmodell betrage im Dezember dank der guten Marktlage «lediglich» 3 Rp./kg, heisst es weiter. Im November wird kein Abzug vorgenommen, im Oktober betrug der Abzug 10 Rappen je Kilo. Das Planungsmodell der Mooh umfasst monatlich fix vereinbarte Liefermengen.

Zuversichtlich für 2021

«Produzenten erhalten auf die gesamte gelieferte Milchmenge einen Planungsbonus», hält die Mooh fest. Moment beträgt dieser 1.5 Rp. je Kilo. Im Gegenzug wird ein marktorientierter Abzug auf Unterlieferungen im Sommer und Überlieferungen im Frühling vorgenommen. Das Ziel des Modells ist es, den Bauern mehr Handlungsspielraum zu geben.

Für das kommende Jahr gibt sich Mooh zuversichtlich. «Aufgrund der regen Nachfrage erwarten wir auch im ersten Halbjahr 2021 nochmals höhere Milchpreise für ÖLN-Silomilch gegenüber dem Vorjahr», hält René Schwager, Geschäftsführer der Mooh, fest.

Mooh ist aus der Zusammenführung des Milchhandelsgeschäfts der MIBA Genossenschaft und der Nordostmilch AG entstanden. Später kamen 400 Prolait-Industriemilch- und 270 Biomilchpool-Produzenten hinzu.
zVg

Zahlen zu Mooh

Mooh ist nach eigenen Angaben mit 4’100 Milchproduzenten in 20 Kantonen der Nordost- und Nordwestschweiz und in zwei Sprachregionen die führende Milch-Produzentenorganisation in der Schweiz. Täglich werden 1.5 Millionen Kilo Milch transportiert. Insgesamt handelt Mooh pro Jahr rund 630 Millionen Kilo Milch. Mooh ist aus der Zusammenführung des Milchhandelsgeschäfts der MIBA Genossenschaft und der Nordostmilch AG entstanden. Später kamen 400 Prolait-Industriemilch- und 270 Biomilchpool-Produzenten hinzu. Die Mooh Genossenschaft hat sowohl Beteiligungen an der Käserei Laubbach AG in Waldkirch (SG) sowie an der Swissmooh AG in Winterthur (ZH).

7 Responses

  1. Wer kann mir da weiterhelfen?
    Was ist hier bei der Moo so Positiv, oder Bessser?
    Wenn ich die Zahlen richtig verstehe ist das Risiko beim Milchproduzent, oder hat man noch bei der Monatslieferung Spielraum? Oder wird auf den Liter genau gerechnet?

    1. Es geschieht nichts ohne es ist so geplant darum musst du dir keine Sorgen machen , die haben das sicher so ausgearbeitet das daraus eine winn winn Situation entsteht ( kleiner Scherz )

    2. Im Planungsmodell wird der Produzent für seine Planungsleistung mit 1.5 Rp./kg Milch auf der Gesamtmenge honoriert. Die Abzüge fallen nur auf dieser Menge an, die im Winter/Frühling zu viel und im Sommer/Herbst zu wenig geliefert wird. Dies entspricht der Marktsituation. Mehr dazu finden Sie hier: https://mooh.swiss/planungsmodell. Bei weiteren Fragen hilft Ihnen gerne die Geschäftsstelle weiter: 058 220 34 10

  2. Wir sind eine kleine Käserei und liefern die Milch, die wir nicht Verkäsen der Mooh im Planungsmodell. Bis jetzt haben wir weder die 1.5 rp, noch die siloverzichtszulage, noch die mooh nachhaltigkeit ausbezahlt bekommen. Was soll denn da noch fair oder besser sein bei der Mooh?

    1. Durch die Teilnahme am Planungsmodell erhalten die Käsereien den mooh Basispreis für ÖLN Silomilch. Ohne Planungsmodell wird die Milch von Käsereien zum tieferen Einschränkungsmilchpreis übernommen. Die gesamte Milch von Käsereien wird als Einschränkungsmilch eingekauft und geht idR. in den Industriekanal. Entsprechend wird keine Siloverzichtszulage ausbezahlt, da die Milch nicht als solches verkauft wird. Die Siloverzichtszulage ist im Basispreis inbegriffen.

  3. Hauptsache für die mooh d.h. für das Kader, nicht die Angestellten- Proletariat , stimmt die Kasse.
    Wollte vor 2 Jahren den Gehalt von Präsident Bischofberger , bekam natürlich keine anständige Antwort.
    Es liess mir keine Ruhe und siehe da auf Umwegen erfuhr ich alles auf den Rappen genau !
    Meinerseits würde ich mich schämen den Milchproduzenten in die Augen zu schauen.

    1. Die mooh Genossenschaft legt jedes Jahr ihre Rechnung an der Generalversammlung offen. Hier können auch Fragen gestellt werden. Zudem ist die Generalversammlung das oberste Gremium der Genossenschaft und hat die Entscheidungsmacht.

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