Mittwoch, 2. Dezember 2020
25.02.2016 17:05
Österreich

A: Molkerei zahlt für Mindereinlieferung

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Nach FrieslandCampina und Emmi belohnt nun auch eine österreichische Molkerei ihre Produzenten, wenn sie weniger Milch einliefern. Wird jedoch überliefert, erfolgt ein Abzug. Das Modell tritt am 1. März 2016 in Kraft.

Auch bei unseren östlichen Nachbarn ist der Milchmarkt auf den Fugen geraten. Um diesen zu stabilisieren, haben der Vorstand und die Geschäftsleitung der Gmundner Milch sowie deren Produzenten ein gemeinsames Modell entwickelt.

Ab dem 1. März 2016 ist ein Basismilchpreis von derzeit 27 Cent (29,7 Rp.) je kg Rohmilch vorgesehen, wie aiz.info berichtet. Dieser Basispreis bezieht sich auf die Durchschnitts-Monatsmenge des Jahres 2015. Wird diese Basismenge um mindestens 5 Prozent unterliefert, erhält der Milchbauer für die Liefermenge 1 Ct/kg Zuschlag. Ab einer Unterlieferung von 10 Prozent erfolgt ein Zuschlag von 2 Ct/kg auf die Liefermenge.

Überliefert hingegen ein Betrieb die Basismenge um mehr als 5 Prozent, gibt es für die gesamte Milchmenge einen Abzug von 2 Ct/kg. Betriebe, die mehr als 10  Prozent überliefern, werden gar mit einem Abzug von 4 Ct/kg netto bestraft. Der Bauer erhält in diesem Fall noch einen Milchpreis von 23 Ct/kg Milch

Das Modell der drittgrössten Molkerei Österreichs gilt bis auf Widerruf. Die Zustimmung erfolgte von den 40 bäuerlichen gewählten Funktionären einstimmig. In einem Rundschreiben an die Produzenten teilte die Gmundner Milch mit, dass es keinen Sinn mache, zusätzliche Milchmengen zu produzieren, die nicht nachgefragt werde. Diese Milch könne lediglich unveredelt am Spotmilchmarkt angeboten werden. „Das löst aber nicht das Problem“, so die Molkerei.

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