Montag, 8. August 2022
01.12.2021 18:12
Milchmarkt

Bio-Milch: Mooh und ZMP erhöhen Preis

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Von: blu

Bio-Milchorganisationen verlangen, dass die strengeren Fütterungsrichtlinien bei Wiederkäuern auf Anfang 2022 über einen höheren Bio-Milchpreis abgegolten werden. Nun haben erste Vermarkter angekündigt, die Produzentenpreise zu erhöhen.

Ab 1. Januar 2022 dürfen Landwirtinnen und Landwirte, die unter dem Knospe-Label Bio Suisse produzieren, ihre Kühe und Rinder nun nur noch mit 100 Prozent Schweizer Futter, welches ebenfalls Knospe-zertifiziert ist, füttern.

Noch 5% Kraftfutter

Ebenfalls auf den 1. Januar 2022 wird die maximale Kraftfuttergabe von 10 auf 5 Prozent gesenkt. Die Mühlennebenprodukte wie Kleie und Futtermehl werden ab dem gleichen Datum zum Grundfutter gerechnet. Es dürften keine konventionellen Tiere mehr zugekauft werden – ausgenommen seien ProSpecieRara-Rassen, teilte Bio Suisse Anfang November mit. Die neuen Richtlinien von Bio Suisse würden so das Versprechen «Milch aus Gras» konsequent umsetze.

Der Mehrwert, der für das Tierwohl, das Klima, die Artenvielfalt und die menschliche Gesundheit entstehe, führe bei den Produzentinnen und Produzenten aber zu Mehrkosten – laut Bio Suisse durchschnittlich mindestens 5 Rappen mehr pro Kilogramm Milch. Um die Mehrleistung der Bio-Betriebe abzugelten, forderten die Bio-Milchorganisationen Anfang November eine kostendeckende Produzentenpreiserhöhung per 1. Januar 2022.

«Mooh und ZMP anerkennen Mehrwerte»

Die Forderung kommen nun die ersten Milchvermarkter nach, wie Bio Suisse am Mittwoch mitteilt. Mooh und Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) künden an, per 1. Februar 2022 den Produzentenpreis um 5 Rappen pro Kilogramm Bio-Milch zu erhöhen. «Die Mehrkosten werden über einen höheren Produzentenpreis abgegolten», heisst es weiter.

Mooh und ZMP würden durch diesen Schritt die Mehrwerte von Bio-Milch anerkennen. Ob weitere Vermarkter die Erhöhung umsetzen, ist noch ungewiss. Man sei mit verschiedenen Marktteilnehmenden in Gesprächen, heisst vonseiten Bio Suisse. Die Dachorganisation der Schweizer Biobauern zeigt sich aber optimistisch, dass die Preiserhöhung flächendeckend umgesetzt werden kann. Bio Suisse ist zudem überzeugt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten bereit sind, die deutlichen Mehrwerte «auch fair abzugelten, um so eine kostendeckende Bio-Milchproduktion zu ermöglichen.»

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4 Responses

  1. Den Produzenten danach wieder erhöhte Transportkosten, oder ähnliches verrechen. Passt für diese Organisationen! Wenn überhaupt etwas mehr bezahlt würde, dann nur weil immer wie mehr Milchbauern aufgeben. Um die verbleibenden bei der Stange zu halten. Meine Meinung.

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