Samstag, 15. Mai 2021
22.04.2021 17:40
Organisationen

Er ist neuer Präsident der ZMP

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Von: blu

Die Delegierten der Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) haben den Anträgen des Vorstandes mit grosser Mehrheit zugestimmt. Auch wurde ein Antrag aus den Reihen der Mitglieder angenommen. Zudem gab es Wahlen. Thomas Grüter aus St. Urban LU wurde zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt auf Thomas Oehen.

Wegen der Covid-19-Pandemie konnte auch in diesem Jahr die Delegiertenversammlung nicht physisch durchgeführt werden. Die Abstimmungen erfolgten deshalb schriftlich. Von den 278 Delegierten haben 227 an der schriftlichen Abstimmung teilgenommen (rund 82 %). 

Oehen 12 Jahre im Vorstand

An der diesjährigen Delegiertenversammlung standen ordentliche Wahlen des Vorstandes auf der Traktandenliste. Und hier kam es zu Veränderungen. Der Präsident und der Vizepräsident sind zurückgetreten. Thomas Oehen war seit 2009 im Vorstand der ZMP und wurde 2012 zum Präsidenten gewählt. «Er hat in seiner Funktion die vielen Vertretungen wie zum Beispiel in der Landwirtschaftskammer des Schweizer Bauernverbandes, im Vorstand Schweizer Milchproduzenten SMP oder im Verwaltungsrat der Emmi AG mit sehr grossem Engagement wahrgenommen», heisst es in der Mitteilung.

Unter seiner Führung habe sich die ZMP als Genossenschaft weiterentwickelt und professionalisiert. Oehen wird noch bis zur Generalversammlung 2022 als Mitglied und Vizepräsident im Verwaltungsrat Emmi AG verbleiben. Die Delegierten wählten Thomas Oehen zum «Aktiv-Ehrenpräsidenten ZMP».

Biolandwirt an der Spitze

Nachfolger von Oehen wird das bisherige Vorstandsmitglied Thomas Grüter. Der vierfache Vater bewirtschaftet als Pächter und Arbeitgeber den Sonnhaldenhof als Bio Suisse Knospe-Betrieb in St. Urban LU. Nach den landwirtschaftlichen Lehrjahren absolvierte er die kaufmännische Handelsschule in Bern. Anschliessend schloss er am Strickhof in Zürich die Meisterprüfung ab. Grütter politisiert im Kantonsrat Luzern für die Partei «die Mitte».

Die zur Wiederwahl stehenden Vorstandsmitglieder wurden mit grosser Mehrheit gewählt. Es sind dies Markus Bühlmann aus Rothenburg LU, Markus Schnider aus Hasle LU, Werner Weiss aus Meierskappel LU und Adrian Zemp, Ebnet LU.

Vorstand ZMP ab April 2021 (v.l.): Markus Schnider, Hasle LU; Walter Arnold, Bürglen UR; Markus Bühlmann, Rothenburg LU; Thomas Grüter, Präsident, St. Urban LU; Werner Weiss, Meierskappel LU; Hubert Muff, Neuenkirch LU und Adrian Zemp, Ebnet LU
ZMP

Urner und Luzerner neu im Vorstand

Neu wählten die Delegierten Walter Arnold aus Bürglen UR und Hubert Muff aus Neuenkirch LU in den Vorstand ZMP.  Arnold bewirtschaftet den Hof «Buchen» mit 18 Kühen und 30 Kühen. Er ist Molkereimilchlieferant und war vor dem Vorstandsamt schon im Regionalausschuss ZMP vertreten.

Hubert Muff bewirtschaftet den Hof «Windblosen» mit 54 Kühen. Nebst der Schweinehaltung und der Jungviehaufzucht kultiviert er 47 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Hubert Muff ist Käsereimilchlieferant.

Steiner tritt nach 20 Jahren zurück

Ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden ist Franz Steiger. Der Luzerner war über 20 Jahre an der Spitze der ZMP tätig. Von 2006 bis 2015 amtete er als Vizepräsident. «Die Ära Steiger war von vielen Veränderungen in der Schweizer Milchwirtschaft geprägt – unter anderem den Niedergang der grössten Schweizer Molkerei Swiss Dairy Food (SDF), Börsengang Emmi, Liberalisierung Käsemarkt und Aufhebung der Milchkontingentierung», heisst es in der Mitteilung.

Als Käsereimilchlieferant habe sich Franz Steiger stets auch für die Wettbewerbsfähigkeit der gewerblichen Käsereien und einen gut funktionierenden Käsemarkt eingesetzt. Auf die nächste Generalversammlung 2022 wird Steiger ebenfalls aus dem Emmi Verwaltungsrat zurücktreten.

Statutenänderung klar angenommen

Für die Delegiertenversammlung 2021 wurde von Mitgliedern der ZMP ein Antrag fristgerecht eingereicht. Laut aktuellen Statuten werden ausserordentliche Delegiertenversammlungen auf Beschluss des Vorstandes, der Revisionsstelle oder, wenn ein Zehntel der Mitglieder unter Bekanntgabe des Verhandlungsgegenstandes eine solche verlangt, einberufen. Die Antragsteller forderten, dass neu auch 20 % der Delegierten unter Bekanntgabe des Verhandlungsgegenstandes eine ausserordentliche Delegiertenversammlung verlangen können. Der Vorstand hat Stimmfreigabe empfohlen. Die Delegierten haben der Statutenänderung zugestimmt. Von allen Abstimmungsresultaten erhielt dieser Antrag die tiefste Zustimmung, das 2/3-Mehr wurde aber erreicht.

Den Standard-Anträgen wurde mit grosser Mehrheit zugestimmt (Protokoll, Geschäfts- und Finanzbericht, Entlastung Organe, Beiträge an den Dachverband Schweizer Milchproduzenten SMP und Wahl Re-visionsstelle).

Für den Antrag aus den Reihen der Mitglieder für eine Statutenänderung benötigte es eine 2/3-Mehrheit (152 Stimmen). Für alle anderen Anträge und Wahlgeschäfte brauchte es das absolute Mehr (114 Stimmen).

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