Donnerstag, 4. März 2021
30.05.2018 16:57
Milchmarkt

«Exportdumping endlich stoppen»

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Von: lid/blu

Milchüberschüsse im Ausland zu entsorgen, sei keine Lösung. Die Bauernorganisation Big-M fordert eine Mengensteuerung und kündigt am 4. Juni eine „spektakuläre Aktion“ an.

Der Milchmarkt sei von anhaltenden Überschussproblemen dominiert, schreibt die Bauernorganisation Big-M in einer Mitteilung. „Für die Verramschung von überschüssiger Butter auf dem Weltmarkt werden von den Produzenten Zwangsabgaben erhoben.“ Dazu werde ein zweites Schlupfloch für die Überschussentsorgung benutzt: Fettarmer Halbhartkäse wird laut Big-M zu einem Preis von weniger als 3 Fr. pro Kilo nach Italien verramscht. 

Die Organisation nennt Zahlen: Januar 2018: 162 Tonnen für Fr. 2.90 pro Kilo Februar 2018: 155 Tonnen für Fr. 2.40 pro Kilo März 2018: 145 Tonnen für Fr. 2.80 pro Kilo April 2018: 126 Tonnen für Fr. 2.60 pro Kilo

Dieses Entsorgungsmodell sei besonders verwerflich, da hier noch hunderttausende von Franken Staatsgelder in Form der Verkäsungs-Zulage missbraucht würden. „Dieses Exportdumping muss jetzt endlich gestoppt werden“, fordert Big-M.

Mit drt Annahme der Motion Nicolet sowie der Standesinitiativen der Kantone Genf und Freiburg, die ein System der Milchmengen-Anpassung verlangen, habe der Ständerat die Möglichkeit dazu. Die kleine Kammer befasst sich am 6. Juni mit diesen Vorstössen. Big-M kündigt weiter für den 4. Juni eine „spektakuläre Aktion“ an. Diese findet um 14.30 Uhr auf dem Waisenhausplatz in Bern statt.

„Um den Unsinn der Überschussentsorgung ins Ausland nochmals zu verdeutlichen, wird BIG-M zusammen mit Uniterre am kommenden Montag in Bern eine spektakuläre Aktion durchführen“, so die Botschaft im Communiqué.

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