Dienstag, 1. Dezember 2020
01.09.2016 12:22
Fial

Industrie gegen Mengensteuerung

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Von: Samuel Krähenbühl

Die Foederation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien (fial) äussert sich in ihrem Newsletter gegen die Motion von Jacques Nicolet (SVP, VD). Nicolet verlangt, die Branchenorganisation Milch (BOM) zu verpflichten, die Milchmengen zu steuern.

«Trotz der im Vergleich zur EU relativ besseren Situation in der Schweiz befeuert dies die Forderungen nach staatlichen Eingriffen im Sinne einer Mengensteuerung», schreibt die fial.  Zwar seien auch im Juni die Produzentenpreise für Milch in der EU nochmals gesunken. Von den führenden Molkereien wurden umgerechnet im Schnitt noch 27,4 Rp. pro Kilo bezahlt.

Seit dem Start des LTO-Milchpreisvergleichs im Jahr 1999 war der Auszahlungspreis im Monat Juni also noch nie so niedrig wie 2016.  «Demgegenüber lag der durchschnittlich ausgezahlte Milchpreis in der Schweiz im Monat Juni bei 58,06 Rp. pro Kilo, also mehr als doppelt so hoch wie der EU-Preis. Anstatt sich über diese – relativ zur EU – deutlich bessere Situation zu freuen und zusammenzustehen, um die Talsohle gemeinsam zu überwinden, wird die aufgrund der aussenwirtschaftlichen Einflüsse effektiv sehr angespannte Situation der Schweizer Milchproduzenten ausgenutzt, um längst als überholt angesehene Forderungen wieder aus der Mottenkiste zu holen», schreibt die Fial weiter.

Einer besseren Verbindlichkeit der Milchkaufverträge steht die fial aber eher positiver gegenüber. «…es wurde festgestellt, dass viele der Forderungen heute schon umgesetzt sind, dass aber bezüglich der prospektiven Festlegung von Preis und Menge noch Verbesserungsbedarf besteht.»

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