Montag, 27. Juni 2022
28.04.2022 09:40
Österreich

Milchpreise in Österreich legen weiter zu

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Von: aiz

Die österreichischen Produzentenpreise tendierten im März 2022 erneut nach oben. Die Molkereien und Käsereien zahlten ihren bäuerlichen Lieferanten für GVO-freie Milch im Schnitt 43,89 Cent/kg (44,9 Rp.) netto beziehungsweise 49,59 Cent brutto (50.7 Rp.).

Dies entspricht gegenüber dem Vormonat einer Erhöhung um 1,11 Cent netto (1,13 Rp.). Das Niveau des Vorjahresmonats wurde gleichzeitig um 6,09 Cent (6,23 Rp.) übertroffen. Dies geht aus Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der für März 2022 auf Basis 4,2% Fett und 3,4% Eiweiss ermittelte Erzeugerpreis von 43,89 Cent netto/kg bezieht sich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für GVO-freie Qualitätsmilch ohne Bio- und Heumilchzuschlag zahlten die Molkereien durchschnittlich 41,16 Cent netto/kg (42,1 Rp.), für Bio-Milch erhielten die Lieferanten im Mittel 52,02 Cent (53,2 Rp.) je kg netto.

Für April weiterer Anstieg erwartet

Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweissgehalts berechnet, lag der Milchpreis im März 2022 im Schnitt bei 44,26 Cent netto/kg (45,24 Rp.) (Durchschnitt aller Qualitäten). Für den Monat April erwartet die AMA laut vorläufigen Zahlen einen Anstieg auf 45,80 Cent/kg (46,85 Rp.). Die neuerliche Preisanhebung ist auf den höheren Auszahlungspreis der Molkereien und Sennereien zurückzuführen.

Die bäuerliche Interessenvertretung weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass die gestiegenen Milchpreise dringend notwendig sind, um die explodierenden Betriebsmittelkosten auch nur einigermassen abfedern zu können.

Rohmilchanlieferung auf hohem Niveau

Die Milchanlieferung an die heimischen Molkereien und Sennereien stieg auch im März 2022 stark an und lag deutlich über der Vorjahresmenge. Insgesamt wurden 298’059 t GVO-freie Rohmilch von den Lieferanten übernommen, das waren um rund 4,2% mehr als im Vorjahresmonat. Seit Mai 2021 ist eine Mehranlieferung an die heimischen Molkereien und Sennereien zu beobachten. Seit Oktober stieg die Rohmilchmenge kräftig an, und dieser Trend setzt sich weiter fort.

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