Mittwoch, 1. Dezember 2021
19.10.2021 10:00
Neuseeland

Milchpreisprognosen angehoben

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Von: AgE

Die neuseeländische ANZ Bank hat ihre Milchpreisprognose für die laufende Saison 2021/22 nach oben korrigiert. Die Analysten gehen nun davon aus, dass die durchschnittliche Vergütung für einen Kilogramm Milchfeststoff in Neuseeland bei 5,27 Franken (4,92 Euro) liegen wird.

Das entspricht einer Anhebung um 6,5 % gegenüber der vorherigen Erwartung. Das von der Bank vorausgesagte Milchpreisniveau liegt um 12 Cent über der zuletzt von Fonterra geäusserten Erwartung von 5,14 Franken (4,80 Euro) als Mittel einer Spanne von 4,66 Franken (4,35 Euro) bis 5,63 Franken (5,25 Euro). „Die Preise für Milchprodukte haben sich seit Saisonbeginn und zuletzt gut entwickelt. Oft schwächen sie sich zu dieser Jahreszeit ab, aber diesmal haben sich die Preise stattdessen gefestigt“, erklärte die ANZ-Agrarökonomin Susan Kilsby.

Die Erlöse der Landwirte befänden sich jetzt auf einem Niveau, welches Gewinne ermögliche. Auch Analysten anderer neuseeländischer Finanzinstitute haben zuletzt ihre Erwartungen für die Milchgeldzahlungen angehoben, da begrenzte Milchmengen die globalen Preise stützten und kaum negative Wechselkurseinflüsse in Sicht seien. So liegt die aktuelle Prognose der Bank Westpac für den mittleren Preis in der Saison 2021/22 bei 5,47 Franken (5,10 Euro) für das Kilogramm Milchfeststoff.

Damit würde der bisherige Auszahlungsrekord von 5,40 Franken (5,04 Euro) von Fonterra aus dem Jahr 2013/14 übertroffen. Die Erwartungen der ASB Bank liegen bei 5,27 Franken (4,92 Euro), die der BNZ Bank bei 5,34 Franken (4,98 Euro).

Im Gegensatz dazu hat die neuseeländische Rabobank vergangenen Monat ihre Prognose auf 5,02 Franken (4,68 Euro) gesenkt. Sie verwies dabei auf die hohen Lagerbestände in China. Die Importmengen der Volksrepublik müssten sich folglich verlangsamen oder sinken, um den Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, so die Rabobank.

Auch Kilsby gab zu bedenken, dass die globale Nachfrage nach Milchprodukten fragil sei, da die asiatischen Volkswirtschaften teilweise noch unter der Corona-Pandemie litten und die Auswirkungen der Verwerfungen im chinesischen Immobiliensektor unklar seien. Doch steige das globale Milchangebot nur langsam, auch weil hohe Futterkosten die Erzeugung in der nördlichen Hemisphäre dämpften.

Ein mögliches Angebotswachstum, so die Expertin, werde vor allem in den Produktionsländern absorbiert. Sie erwarte deshalb keine starke Zunahme des Angebots an Milchprodukten auf dem Weltmarkt. 

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