Montag, 27. Juni 2022
05.05.2022 13:37
Neuseeland

Weltmilchmarkt: Preise geben deutlich nach

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Von: aiz

Bei der jüngsten Auktion an der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT), die am Dienstag stattfand, waren die Preise für Standard-Milchprodukte in allen Kategorien rückläufig. 

Am stärksten gaben die Notierungen für wasserfreies Milchfett und Butter nach, aber auch Voll- und Magermilchpulver verbuchten ein deutliches Minus.

Vierter Rückgang in Folge

Der GDT-Index, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, sank gegenüber dem vorhergehenden Event um 8,5%. Es war dies der vierte Rückgang in Folge. Seit Jahresbeginn 2022 war der Index stark gestiegen. Anfang März hatte er einen Rekordwert erreicht, danach setzte eine Abwärtstendenz ein.

Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) verringerte sich beim jüngsten GDT-Event im Durchschnitt aller Kontrakte um 12,1%. Bei Butter wurde mit -12,5% ein ebenso deutlicher Rückgang verzeichnet. Die Notierung für Buttermilchpulver sank um 6,1% und jene für Cheddar-Käse um 8,6%.

Milchpulver taucht um über 6%

Auch auf dem Milchpulvermarkt tendierten die Notierungen diesmal klar nach unten: Magermilchpulver wurde um 6,5% geringer bewertet. Der Index für Vollmilchpulver – das meistgehandelte Produkt dieser Auktion – gab ebenfalls um 6,5% nach.

In Summe wurden bei der jüngsten GDT-Auktion Molkereiprodukte im Umfang von 25’163 t verkauft, damit war die Menge deutlich höher als bei der vorhergehenden Auktion (22’179 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter verringerte sich von 155 auf 132.

Preise auf Rekordhöhe bremsen Kaufbereitschaft

Die meisten Analysten zeigen sich vom starken Indexrückgang beim jüngsten GDT-Event überrascht, sie hatten aber mit einem deutlichen Minus gerechnet. Die Rahmenbedingungen am globalen Milchmarkt seien durch den Krieg in der Ukraine und die von der Corona-Pandemie verursachten Logistikprobleme negativ beeinflusst worden.

Lockdowns in zahlreichen grossen chinesischen Städten wie Shanghai führten zu einem gebremsten Konsumverhalten, und China sei immerhin der grösste Importeur am Weltmilchmarkt, so die Experten. Bei dieser Auktion seien aber noch zwei Faktoren dazugekommen: Die angebotene Menge sei um rund 14% gestiegen, gleichzeitig hätten sich diesmal auch Käufer aus anderen Regionen (Südostasien, Afrika usw.) aufgrund der stark gestiegenen Preise zurückgehalten, berichten Analysten der neuseeländischen Börse NZX.

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