Freitag, 23. Juli 2021
17.06.2021 07:02
Neuseeland

Weltmilchmarkt: Preise geben erneut nach

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Von: aiz

Nachdem die Notierungen an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) vor zwei Wochen in Summe geringfügig gesunken waren (-0,9%), kam es am Mittwoch bei der jüngsten Auktion erneut zu einem leichten Rückgang. 

Konkret verringerte sich der GDT-Index, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, um 1,3%.

Anfang März auf 7-Jahres-Hoch

Während Butter und Milchpulver zur Schwäche neigten, konnten die Notierungen für wasserfreies Milchfett und Cheddar-Käse etwas zulegen. Der GDT-Index hat seit Jahresbeginn 2021 kontinuierlich zugelegt und Anfang März den höchsten Wert seit sieben Jahren erreicht. Seit Mitte April ist er leicht rückläufig.

Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) stieg beim jüngsten GDT-Event im Durchschnitt aller Kontrakte um 0,6% auf 5’687 USD/t (5’168 Fr.). Bei Butter ergab sich ein Rückgang um 1,7% auf 4’612 USD/t (4’191 Fr.). Die Preise für Cheddar-Käse legten im Schnitt um 0,2% auf 4’328 USD/t (3’933 Fr.) zu und jene für Laktose um 0,4% auf 1’240 USD/t (1’126 Fr.).

Milchpulver-Notierungen geben nach

Die Milchpulver-Kurse tendierten bei der jüngsten GDT-Auktion leicht nach unten. Der Index für Magermilchpulver gab um 1,7% auf 3’356 USD/t (3’050 Fr.) nach. Die Notierung für Vollmilchpulver – das umsatzstärkste Produkt dieser Auktion – sank um 1,8% auf 3’997 USD/t (3’632 Fr.).

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 21’522 t verkauft, damit war die Menge geringer als bei der vorhergehenden Auktion (22’825 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter lag bei 160.

 Analysten sehen keinen Grund zur Sorge

Die Analysten sehen im jüngsten Indexrückgang keinen Grund für Beunruhigung. Die fundamentalen Marktdaten hätten sich nicht wirklich geändert. Die Notierungen für Milchbasisprodukte seien in Summe relativ stabil, und Vollmilchpulver – das Leitprodukt dieser Auktion – liege preismässig um 40% über dem Vorjahresniveau, betont Nat Keall, Experte der neuseeländischen ASB Bank.

Ähnlich argumentiert Nathan Penny, Analyst der australischen Bank Westpac. Die aktuelle Preisentwicklung sei auch darauf zurückzuführen, dass die Milchsaison in Neuseeland mit einer spürbaren Produktionsausweitung zu Ende gegangen sei, betont er. Dadurch sei auch das Angebot an der Global Dairy Trade – insbesondere bei Vollmilchpulver – gestiegen. Penny rechnet damit, dass die Nachfrage am globalen Milchmarkt auch in den kommenden Monaten die Produktion übertreffen wird. Sollten die Chinesen ihre aktuell sehr umfangreichen Einkäufe am Weltmarkt verringern, würden andere Regionen entsprechend mehr Ware aufnehmen, so Penny.

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