Samstag, 15. Mai 2021
22.04.2021 08:47
Weltmilchmarkt

Weltmilchmarkt: Preise stabil

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: aiz

Nachdem sich die Notierungen an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) vor zwei Wochen auf hohem Niveau stabilisieren konnten, kam es bei der Auktion am Dienstag zu einem geringfügigen Rückgang.

Konkret verringerte sich der GDT-Index, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, um 0,1%. Während die Kontrakte für Butter leicht nach unten tendierten, konnte das Leitprodukt Vollmilchpulver erneut zulegen.

Milchpulver-Notierungen zeigen feste Tendenz

Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) gab beim jüngsten GDT-Event im Durchschnitt aller Kontrakte um 3,3% auf 6’003 USD/t (5’503 Fr.) nach. Bei Butter ergab sich ein Rückgang um 0,6% auf 5’736 USD/t (5’259 Fr.). Während die Kurse für Cheddar-Käse im Schnitt um 1,2% auf 4’436 USD/t (4’067 Fr.) stiegen, verzeichnete Laktose mit 1’260 USD/t (1’155 Fr.) ein Minus von 3,4%.

Stabil tendierten bei der jüngsten GDT-Auktion die Milchpulver-Kurse. Der Index für Magermilchpulver blieb mit 3’365 USD/t (3’085 Fr.) praktisch unverändert. Die Notierung für Vollmilchpulver – das umsatzstärkste Produkt dieser Auktion – erhöhte sich um 0,4% auf 4’097 USD/t (3’756 Fr.). Der Vollmilchpulver-Index hat an der Global Dairy Trade seit Anfang November 2020 (mit einer Unterbrechung) kontinuierlich zugelegt und verzeichnet derzeit den zweithöchsten Wert seit fünf Jahren.

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 25.040 t verkauft, damit lag die Menge geringfügig unter dem Niveau der vorhergehenden Auktion (25.104). Die Zahl der teilnehmenden Bieter sank von 169 auf 157.

Analysten sehen stabile Lage am globalen Milchmarkt

Die Analysten werten die Ergebnisse der jüngsten GDT-Auktion als Zeichen für eine stabile Situation am globalen Milchmarkt. Stu Davison, Experte der neuseeländischen Börse NZX, zeigt sich wenig überrascht, dass die Kurse für Butter und wasserfreies Milchfett nach den steilen Anstiegen seit Herbst 2020 nunmehr ein wenig nachgegeben haben. Dies sei dem höheren Angebot bei der jüngsten Auktion geschuldet, betont er.

Nathan Penny, Analyst der australischen Bank Westpac, erwartet, dass die internationalen Notierungen für Standardmilchprodukte zumindest bis zum Start der neuseeländischen Milchsaison 2021/22 im Juni feste Tendenzen zeigen werden. Er verweist darauf, dass die Nachfrage aus dem nordasiatischen Raum, insbesondere aus China, weiterhin gut ist. Auch in Südamerika und im Mittleren Osten sei ein anhaltend stabiles Käuferinteresse festzustellen, betonen Marktbeobachter

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

In der Schweiz wird zu wenig Butter produziert. Die Lücken werden mit Importen gefüllt. - lidFutterweizen, -gerste und -hafer sind ab Ernte 2021 nur noch aus Anbau ohne Abreifebeschleunigung (Sikkation)…

Politik & Wirtschaft

Der Anstieg des Kieler Rohstoffwerts Milch setzte sich im April fort. - Myriams-Fotos Der aus den Marktpreisen für Butter und Magermilchpulver ermittelte Kieler Rohstoffwert legte im April 2021 weiter zu, und…

Politik & Wirtschaft

Milch sei ein knappes Gut, deshalb müsse der Preis steigen, fordert BIG-M. - lid BIG-M fordert eine Erhöhung des Richtpreises für Molkereimilch im A-Segment. Die Branchenorganisation Milch könne so zeigen,…

Politik & Wirtschaft

Auch 2021 wird weiter Butter importiert. Bis jetzt sind es 2500 Tonnen. - Olivier Ruprecht Gemäss der Branchenorganisation Milch (BOM) gibt es in der Schweiz zu wenig Butter. Deshalb wurde…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE