Sonntag, 14. August 2022
06.07.2022 07:51
Artenvielfalt

Nationalratskommission will Biodiversität fördern

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Von: sda

Künftig soll mehr Fläche für Tiere und Pflanzen zur Verfügung stehen. Wie der Bundesrat will auch die zuständige Nationalratskommission die biologische Artenvielfalt und die baukulturellen Qualitäten in der Schweiz besser schützen – mit einem Gesetz.

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrats (Urek-N) ist mit 15 zu 10 Stimmen auf den Gegenentwurf des Bundesrats zur Biodiversitätsinitiative eingetreten, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten.

Die Regierung schlägt mit der Revision des Natur- und Heimatschutzgesetzes beispielsweise vor, dass künftig 17 statt wie heute 13,4 Prozent der Fläche als Raum für Tiere und Pflanzen zur Verfügung stehen sollen.

Flächen erweitern

Erreicht werden soll die erweiterte Fläche mit der Ergänzung regionaler und lokaler Biotope oder dem Ausbau von Waldreservaten. Zudem sollen die bestehenden nationalen Schutzgebiete wo nötig saniert werden. Die Erhöhung der gesetzlich geschützten Fläche soll in allen Landesteilen und für alle Lebensraumtypen die notwendige Fläche für die biologische Vielfalt sichern.

Laut der Mehrheit in der Urek-N befindet sich die Biodiversität derzeit in einem schlechten Zustand. Handlungsbedarf sei gegeben. Bei der Beratung der Vorlage müssten Lösungen gefunden werden, die den verschiedenen Ansprüchen von Energieversorgung, Klimaschutz und Schutz der Biodiversität Rechnung tragen.

Gefährdet Selbstversorgung

Für die Kommissionsminderheit steht die Sicherung der Energieversorgung an erster Stelle. Sie befürchtet, dass die Massnahmen des Gegenvorschlages den Bau und Ausbau von Anlagen für die Energieproduktion verhindern, wie es in der Mitteilung heisst. Ausserdem gehe das angestrebte Flächenziel zur Förderung der Biodiversität auf Kosten der Landwirtschaft und gefährde die Selbstversorgung der Schweiz.

Die Detailberatung zur Vorlage setzt die Kommission zu einem späteren Zeitpunkt fort.

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10 Responses

  1. Die Kommissionsmitglieder, die Ideologie-geleitet sind, dürften folgende sein (13 aus 25):
    – Christophe Clivaz, Kurt Egger, Bastian Girod, Klopfenstein Broggini Delphine (alle vier Grüne)
    – Nadine Masshardt, Martina Munz, Roger Nordmann, Ursula Schneider Schüttel, Gabriela Suter (alle fünf SP)
    – Martin Bäumle, Beat Flach (beide GLP)
    – Stefan Müller-Altermatt (Mitte)
    Und noch unbekannte, uninformierte(r) „Gutmensch(en)“ von FDP oder Mitte-Fraktion.
    Wählt zukünftig SVP/EDU!

    1. NEIN AUF KEINEM FALLS SVP WÄHLEN. Genau das müssen und können wir in Zukunft nicht mehr akzeptieren diese SVP Scharfmacher. DIE NUR DAS GELD SEHEN. UND NICHT AN DIE ZUKUNFT DENKEN LIEBER HR FURRER

  2. Hoffentlich vergessen diese Damen und Herren nicht wie viel Fläche Täglich für Wohnbauten Strassen usw. Verschwinden wo ist da die Biodiversität? Kümmert wohl keinen!

  3. @Beat: Ich habe konkrete Fragen zu deinen Behauptungen gestellt. Du antwortest aber nur mit deinen üblichen falschen Behauptungen. Wer ist nun dem Wahnsinn verfallen? Nochmals: erkläre die Demokratie in Russland. Erkläre die Folgen, wenn ich an TBC, Masern, Polio, usw. erkranke, weil ich mich nicht dagegen impfen lasse.

    1. @Beat: Wenn nun mal alle Schweizer, die nicht SVP oder EDU wählen dem Wahnsinn verfallen sind, dann würde ich meinen, dass du von Demokratie absolut keine Ahnung hast und deshalb hier endlich mal aufhören solltest, Kommentare zu schreiben. Wir sind in der Schweiz und hier sind im Gegensatz zu Putins Russland die Parteien Mitte, FDP, SP, GLP, Grüne, EVP, usw. nicht dem Wahnsinn verfallen (im Gegensatz zu dir).

    2. Demokratie ist Herrschaft des Volkes, durch freie Information und Meinungsäusserungsfreiheit, durch Rede und Gegenrede, ohne Zensur und Framing.
      Dämokratie ist Herrschaft der Dämonen.

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