Mittwoch, 21. April 2021
05.03.2021 17:00
Bern

Peta-Anzeige: 23’000 unterstützen Bauernfamilie

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Von: mge/blu

Durch den verheerenden Brand auf dem Hof der Familie Wüthrich in Cortébert im Berner Jura kamen im Januar diesen Jahres 50 Kälber in den Flammen ums Leben. Im Anschluss reichte die Tierrechtsorganisation PETA Anzeige gegen die Bauernfamilie ein. 23’000 Personen sind mit dem Vorgehen der Organisation nicht einverstanden. -> Mit Video 

Auf Initiative des jungen SVP-Politikers Maxime Ochsenbein aus Bévilard BE, wurde eine Online-Petition gestartet. Der Verein PETA wird aufgefordert, ihre Anzeige zurückzuziehen, und sich bei der Familie Wüthrich zu entschuldigen. 23’150 Personen unterschrieben die Petition, die am Freitag der Gemeindeverwaltung Cortébert öffentlichkeitswirksam übergeben wurde.

Breite Unterstützung

Unter den Anwesenden befanden sich Michel Darbellay, Mitglied der Geschäftsleitung des Schweizer Bauernverbands, Bernhard Leuenberger, Präsident der Chambre d’Agriculture du Jura bernois und René Eicher, Präsident von Suisseporcs romandie, sowie Claude Moudry als Vertreter der bäuerlichen Organisation Uniterre. Auch die geschädigte Landwirtin Christine Wüthrich nahm mit ihrer Tochter Lisa teil.

Ochsenbein übermittelte ein Schreiben der Fédération Francaise de Protection Animale (FFPA) an die Familie Wüthrich. Darin distanziert sich die FFPA von der PETA Schweiz. Sie nähmen mit ihrem Herzen am Schmerz der Familie teil, und ja, sie seien für Veganismus und für das Tierwohl, aber sie seien auch gebildete und zivilisierte Menschen.

Die Gemeinde Cortébert übte harsche Kritik an PETA: die Organisation schlachte das Unglück der Familie für ihre politischen Ziele aus. Der Fall schlug im Berner Jura und darüber hinaus hohe Wellen. «Der Gemeinderat ist sehr glücklich über den Erfolg der Aktion zugunsten der Bauernfamilie», sagte Cortéberts Gemeindepräsident Manfred Bühler am Freitag.

«Familie hat ihr Leben riskiert»

Michel Darbellay, der beim Bauernverband das Departement Produktion, Märkte & Ökologie leitet, kann die Anzeige der Organisation nicht nachvollziehen. Dieses Vorgehen sei nicht vertretbar. Die Familie habe durch den Brand alles verloren. Die Unterschriften seien ein starkes Zeichen an die Staatsanwaltschaft um zu zeigen, dass das Vorgehen von PETA nicht akzeptiert werde, sagte Darbellay gegenüber «Schweizer Bauer Online». Der SBV hat das Sammeln der Unterschriften unterstützt.

Darbellay ist selber Mitglied einer Feuerwehr. «Ich weiss, wie tragisch solche Fälle für die Betroffenen sind», sagt er weiter. Es sei nicht immer möglich, alle Tiere zu retten. Die Familie Wüthrich habe zusammen mit Helfern 70 Rinder retten können. «Und sie haben dabei ihr Leben riskiert», so Darbellay weiter. Leider hätten die 50 Kälber nicht mehr aus den Flammen befreit werden können.

Peta macht weiter

Das Chambre d’Agriculture du Jura bernois sowie der Schweizer Bauernverband (SBV) haben nach dem Brand der Familie die Unterstützung zugesichert. Der SBV sprach von einer «beschämenden und unwürdigen Klage».

Der Verein PETA lässt das juristische Vorgehen gegen die Familie nicht fallen und hat bereits mitgeteilt, in ähnlichen, zukünftigen, dramatischen Ereignissen systematisch eine Strafanzeige zu erstatten, wenn Tiere verenden. Die Tierrechtsorganisation hat bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige wegen Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit dem Tod der Kälber eingereicht. Der Verein ist der Meinung, dass die Brandschutzstandards in den landwirtschaftlichen Gebäuden nicht streng genug sind und will mit der Klage die Aufmerksamkeit der Politik auf diese Angelegenheit lenken.

Technischer Defekt

Der Brand auf dem Bauernhof im bernjurassischen Cortébert geht wohl auf einen technischen Defekt zurück. Die Spezialisten der Berner Kantonspolizei konnten die Brandursache wegen der grossen Zerstörung allerdings nicht mit Sicherheit bestimmen.

Beim Brand wurde niemand verletzt und 70 Rinder konnten rechtzeitig ins Freie getrieben werden. 50 Kälber konnten nicht mehr gerettet werden. Der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Franken geschätzt.

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3 Responses

  1. PETA sollte international geächtet werden für das menschenverachtende Vorgehen was diese Organisation an den Tag legt.
    Solche Extrem Organisieren gehören verboten!

    1. Das Vorgehen von P€TA hat System. Bei uns in Deutschland, zeigt dieser Verein schon seit Jahren sämtliche Landwirte an, bei denen es gebrannt hat, und Tiere zu Schäden kamen. Bisher wurden alle Anzeigen zurückgewiesen.

  2. Wenn Leute an Realitätsverlust erkranken entstehen solche Vereine wie Peta…. Wer diesen Verein unterstützt sollte sich ernsthaft Sorgen machen um seinen Geistigen Zustand….

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