Montag, 27. Juni 2022
03.05.2022 07:54
Klima

Politik lässt sich von Wissenschaft über Klimakrise informieren

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Von: sda

Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft und Politik haben sich in Bern zum Thema Klima- und Biodiversitätskrise ausgetauscht. Die Politikerinnen und Politiker erhielten dabei Informationen aus erster Hand. Eingeladen hatten Nationalratspräsidentin Irène Kälin (Grüne/AG) und Ständeratspräsident Thomas Hefti (FDP/GL).

«Ein direkter Austausch schafft Verständnis», schrieb Kälin in der Einladung. Rund 100 Parlamentsmitglieder hätten am Treffen mit den Forscherinnen und Forschern im Nationalratssaal teilgenommen, berichtete die höchste Schweizerin am frühen Abend vor den Medien. Die Linke sei allerdings stärker vertreten gewesen.

«›Grün› denken und handeln darf keine Ideologie mehr sein, sondern muss zum Handlungsgrundsatz werden», hielt Kälin fest. Dafür brauche es die Politik. Die Politik habe es in der Hand, das nachhaltige Dreieck – das ökologische Gleichgewicht, die ökonomische Sicherheit und die soziale Gerechtigkeit – durchzusetzen.

Neuster Stand vermittelt

Namhafte Wissenschafterinnen und Wissenschafter informierten die Ratsmitglieder über die Klima- und die Biodiversitätskrise und über Wege au der Krise. Der Austausch sei wichtig gewesen und ein erster Schritt zur künftigen Kommunikation zwischen Wissenschaft und Politik, bilanzierte die ETH-Professorin Sonia I. Seneviratne.

Auch Kälin hoffte, dass das Treffen zum Grundstein wird für eine Aktivierung des Dialogs von Wissenschaft und Politik. Gerade die Corona-Krise habe gezeigt, was der Austausch dieser beiden Seiten bringen könne.

Der Berner Professor Markus Fischer, Mitglied des Expertenrats des Weltbiodiversitätsrats, nannte es «extrem wichtig», in der Diskussion von der Wissenschaft und der Politik legitimierte Studien zu zitieren. Am Treffen wurde aus erster Hand der neuste Stand vermittelt, aufgrund der Berichte des Weltklimarates und des Weltbiodiversitätsrats.

Hungerstreik beendet

Angekündigt worden war das Treffen im Dezember. Ein Klima-Aktivist beendete nach der Bekanntgabe der Einladung einen 39-tägigen Hungerstreik. Der dreifache Familienvater sorgte sich vor allem um die Zukunft der Kinder. Vielen Parlamentariern scheine diese «erschreckende und dringende Realität» nicht bewusst zu sein, schrieb er damals.

Während drinnen der Austausch von Politikerinnen, Politiker, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stattfand, demonstrierten draussen vor dem Parlamentsgebäude Aktivistinnen und Aktivisten für Massnahmen für ein gesundes Klima. Gegen 200 Personen mit Transparenten hatten sich Anfang Nachmittag versammelt.

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3 Responses

  1. Klimawahn ist aber Ideologie. Und „die Wissenschaft“ gibt es nicht, vor allem, wenn die andere Sicht zensiert und schlecht gemacht wird. Auch Leute vom EIKE sollten angehört werden. CO2 folgt der Erwärmung. Das ist klar, wird aber von Politik, „Wissenschaft“, Behörden und Medien standhaft geleugnet.

  2. „Die Politik habe es in der Hand, das nachhaltige Dreieck – das ökologische Gleichgewicht, die ökonomische Sicherheit und die soziale Gerechtigkeit – durchzusetzen.“
    Das ist eben gerade der Grössenwahn – ähnlich dem Wahn der Turmbauer zu Babel – dass der Mensch / die Politik Klima, Sicherheit und Gerechtigkeit schaffen könne.
    Dieser Grössenwahn schafft Krankheiten (Impfung), Ungerechtigkeit (Umverteilung), Verarmung.

    1. Beat, du hast mit den meisten deiner Kommentare so recht, aber wie du ja am eigenen Leib verspürst, sind 95% der Menschen blind oder geblendet. Sie sind nur die Statisten damit spirituelle Menschen wie du und ich aufsteigen können. Lass sie da, wo sie sind und geb dir keine Mühe mehr.

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