Mittwoch, 21. April 2021
06.02.2021 06:01
Deutschland

Rohstoffwert Milch leicht gesunken

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Von: aiz

Der aus den Marktpreisen für Butter und Magermilchpulver ermittelte Kieler Rohstoffwert war – nach fünf Anstiegen in den Vormonaten – im Januar 2021 leicht rückläufig. Konkret sank er um 0,4 Cent auf 31,3 Cent (33,9 Rp.) je kg Milch.

Der Rückgang ist auf die gesunkenen Preise für Butter zurückzuführen, während die Notierungen für Magermilchpulver zulegten, teilt das ife-Institut in Kiel mit. Gegenüber dem Januar 2020 ist der derzeitige Rohstoffwert Milch um 4,9 Cent (5,3 Rp.) niedriger.

Preissenkung nicht marktkonform

Nach Angaben des ife-Instituts erhöhten sich die Notierungen für Magermilchpulver im Januar 2021 um 4% auf 224,1 Euro/100 kg (243 Fr). Gleichzeitig sanken die mittleren deutschen Butterpreise mit 340,0 Euro/100 kg (368 Fr.) um 6% unter den Wert des Vormonats.

Verantwortlich für diesen Rückgang war laut Marktbeobachtern vor allem die schlechtere Fettverwertung beziehungsweise die vom Detailhandel erzwungene Senkung der Abgabepreise für abgepackte Butter. Angesichts der überdurchschnittlichen Butternachfrage der Privathaushalte und der festen Preistendenz am Weltmarkt sei diese drastische Preissenkung nicht marktkonform, kritisierten Vertreter der Milchbauern.

Indikator für Preisentwicklung

Der monatlich vom ife-Institut in Kiel ermittelte Rohstoffwert gilt bekanntlich für Standardmilch mit 4,0% Fett, 3,4% Eiweiss, ab Hof des Milchbauern sowie ohne Mehrwertsteuer. Berechnungsbasis sind die Bruttoerlöse, abgeleitet aus den durchschnittlichen Marktpreisen für Butter und Magermilchpulver (ohne Berücksichtigung langfristiger Kontrakte) auf Basis der Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten.

Der Rohstoffwert gibt nicht den Auszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an, er gilt aber als wichtiger Indikator für die Preisentwicklung bei Standardmilchprodukten in Deutschland beziehungsweise in der EU

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