Donnerstag, 4. März 2021
17.12.2020 06:01
Zucker

Rüben: Uniterre will höhere Einzelkulturbeiträge

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Von: lid/blu

Die parlamentarische Initiative «Stopp dem ruinösen Preisdumping beim Zucker! Sicherung der inländischen Zuckerwirtschaft» müsse abgelehnt werden, fordert Uniterre. Dies, weil er keine ausreichenden Massnahmen vorsehe.

Die Bauernorganisation fordert die Ablehnung des Gesetzentwurfs des Parlaments zur Zuckerwirtschaft. Der Entwurf sehe keine ausreichenden Massnahmen vor, schreibt Uniterre in einer Mitteilung.

Rahmenbedingungen schaffen

Der Bund solle Rahmenbedingungen schaffen, die den Erhalt der Zuckerwirtschaft und der Rübenproduktion sichern, fordert Uniterre. Er müsse auf die Höhe der Anbauprämien und die Entwicklung des Schweizer Sektors, auf die Höhe des Zollschutzes (Zucker und Rüben) und auf die Anhebung der Besteuerung von Lebensmittelzucker einwirken.

Wie von der WHO in einem 2016 veröffentlichten Bericht empfohlen, sollte der von der Lebensmittelindustrie verwendete Zucker als Teil der gesundheitlichen Präventionsstrategie besteuert werden. Mindestens 50% der eingenommenen Mittel sollten für die Zuckerrübenproduktion und 50 % für die öffentliche Gesundheit verwendet werden, fordert Uniterre.

Höhere Einzelkulturbeiträge und höherer Zoll

«Um einen wirtschaftlich nachhaltigen Anbau der Rübenproduktion zu ermöglichen, sollte der Vorschlag des Parlaments abgelehnt werden», heisst es in der Mitteilung.  Uniterre schlägt vor, die bestehenden Einzelkulturbeiträge beizubehalten. Bei Biorüben soll der Beitrag um 400 Fr pro Hektar und Jahr und bei IP-Suisse-Rüben um 200 Franken erhöht werden.

Auch beim Mindestzoll will Uniterre ansetzen. Der Gesetzentwurf sieht eine Mindeststeuer von 70 Fr./t auf Rohzucker vor. Uniterre spricht sich dafür aus, die Zollbelastung für die Einfuhr von Zucker auf 610 Fr./t anzuheben. «Das ist der vom WTO-Abkommen zugelassenen Höchstwert. Damit würde sich der Produzentenpreis für Zuckerrüben um 40 Fr./t erhöhen würde», rechnet die Organisation vor. Damit das Preisniveau aus dem Jahr 2007 erreicht, heisst es weiter.

Für Rübenimporte fordert Uniterre Importphasen und eine Zollbelastung von rund 75 Fr./t, um einen Mindestzielpreis von 100 Fr/t erreichen.

Der ehemalige Direktor des Schweizer Bauerverbandes und Nationalrat Jacques Bourgeois (FDP/FR) rechte im Herbst 2015 die parlamentarische Initiative «Stopp dem ruinösen Preisdumping beim Zucker – Sicherung der inländischen Zuckerwirtschaft» ein. Diese verlangt einen Mindestpreis für Zucker in der Schweiz durch eine Anpassung des Grenzschutzsystems. Bourgeois schlug vor, die Agrareinfuhrverordnung so anzupassen, dass ein minimaler Zuckerpreis von 600 Franken pro Tonne im Inland nicht unterschritten wird. 

Dies sei mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) und den bilateralen Verträgen mit der EU vollumfänglich kompatibel, sagte Bourgeois. Für Kunden der Lebensmittelindustrie, die im internationalen Wettbewerb stünden, gebe es wie bisher individuelle Lösungen.

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