Freitag, 22. Januar 2021
08.01.2021 08:05
Russland

Russland: Höchstpreise für Lebensmittel

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Von: aiz

In Russland kann die Regierung demnächst Höchstpreise für «sozial relevante» Lebensmittel für die Dauer von 90 Tagen festlegen. Ein vom Parlament im Eilverfahren verabschiedetes Gesetz hat Staatspräsident Wladimir Putin kurz vor dem Jahreswechsel unterzeichnet.

Bislang konnte das Kabinett von diesem Recht erst Gebrauch machen, nachdem der Preisanstieg bei einzelnen Ernährungsgütern innerhalb von 30 Kalendertagen bei mehr als 30% lag.

Preise steigen stark

Während der COVID-19-Pandemie müsse die föderale Regierung die Marktsituation im Griff halten, um die Bürger landesweit oder in einzelnen Regionen vor unbegründeten Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln zu schützen, erklärte der Unterhaus-Vorsitzende Wjatscheslaw Wolodin.

Im Dezember stiegen die Konsumentenpreise nach Angaben der Moskauer Generalstaatsanwaltschaft rasant, beispielsweise bei Zucker um fast 75% und bei Sonnenblumenöl um 24%, aber auch bei Mehl und Brot um 13% beziehungsweise 6%. Daraufhin behauptete Putin, dies sei weniger auf die Pandemie, sondern vielmehr auf die Versuche zurückzuführen, die Binnenpreise an die Weltmarktkonjunktur anzupassen.

Einkäufe von Brotweizen

Schon Mitte Dezember haben sich die zuständigen Ministerien mit den Produzenten und Handelsketten auf eine Stabilisierung der Konsumentenpreise für die am meist gefragtesten Lebensmittel vorerst bis Ende des ersten Quartals 2021 verständigt.

Ausserdem hat die Regierung Ende Dezember die Bereitstellung von insgesamt 4,7 Mrd. Rubel (56 Mio. Fr.) für die Einkäufe von Brotweizen durch die Mühlenbetriebe beziehungsweise für Preiserstattungen an die Brotfabriken in den Regionen bewilligt.

One Response

  1. Der natürliche Preisanstieg auf Lebensmittel in Russland, zeigt, dass jetzt die Nachfrage an Lebensmittel gestiegen und das Angebot gesunken ist. Wenn das weltweit geschieht, und allenfalls die Grenzen geschlossen werden (wegen der übertriebenen Panikmache bezüglich Corona), könnten dann auch die Schweizer Lebensmittel (bzw. landwirtschaftliche Produkte) den wahren, mehr als kostendeckenden, für den Produzenten (Landwirt) rentablen Preis erzielen.

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