Sonntag, 17. Januar 2021
13.01.2021 17:44
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Sind Sie für das neue Ausbildungsmodell?

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Von: blu

Seit einiger Zeit wird über die Zukunft der landwirtschaftlichen Grundbildung diskutiert. Nun soll diese angepasst werden. Das neue Ausbildungsmodell, das frühestens ab August 2024 umgesetzt wird, umfasst eine 3-jährige Lehre plus ein freiwilliges Zusatzjahr. Was halten Sie davon? Abstimmen und mitdiskutieren

Im Zentrum des vorgesehenen neuen Modells stehe nach wie vor eine 3-jährige EFZ-Ausbildung, wobei im dritten Jahr bereits eine Fachrichtung vertieft wird, teilte der Verein OdA AgriAliForm Anfang Woche mit. Dazu komme ein freiwillig viertes Lehrjahr, in dem eine weitere Fachrichtung intensiviert werden könne.

3. Lehrjahr mit Fachrichtung

Durch die Revision soll die dreijährige Grundausbildung für Zweitausbildner, Nachholbildner, Nebenerwerbsbetriebe und «einfache» Betriebe mit nur einem Betriebszweig attraktiv bleiben. Das Zusatzjahr ist für die Führung von vielseitigeren Betrieben oder solche mit Spezialzweigen vorgesehen.

Die ersten beiden Lehrjahre sind für alle gleich. Hier werden die Grundkompetenzen des jeweiligen Berufs vermittelt. Im 3. Lehrjahr wählt der Auszubildende eine Fachrichtung aus. Im vierten, freiwilligen Jahr kann eine zusätzliche Fachrichtung vertieft werden.

Im 3. Lehrjahr wählt der Auszubildende eine Fachrichtung aus.
Elsbeth Schär

Neues Modell ab 2024

Im 3. und 4. Lehrjahr stehen die gleichen Fachrichtungen zur Auswahl. «Der Inhalt ist also nicht aufbauend, sondern es handelt sich um andere Themen», schreibt der Verein. Für den Beruf Landwirt ist so denkbar: Futterbau, Ackerbau, Milchvieh, Mutterkühe und Rindviehmast, Kleinwiederkäuer, Schweinehaltung, Berg-/Alpwirtschaft, Geflügelproduktion. Die biologische Produktion ist ebenfalls als eigene Fachrichtung vorgesehen.

Das neue Modell ist gemäss OdA AgriAliForm auch für Spezialkulturen, Geflügelfachleute oder Spezialisierung auf Schweinehaltung geeignet. Die Entscheidung dieser Branchen steht noch aus.

Den abschliessenden Entscheid trifft der Vorstand der OdA AgriAliForm im April 2021 ausgehend von den Wünschen der Mitgliedorganisationen. Bei optimalem Verlauf ist eine Umsetzung der revidierten Grundbildung ab August 2024 möglich.

Wie denken Sie über dieses Modell? Finden Sie es gut? Oder sollte die Ausbildung 4 Jahre dauern? Oder sind 3 Jahre ausreichend? Abstimmen und mitdiskutieren

Was halten Sie von diesem Modell?
Stehe hinter neuem Modell
18%
59
Dreijährige Lehre genügt
47%
154
Vierjährige Lehre muss her
32%
106
Weiss nicht
3%
11

11 Responses

  1. Warum wird in der Landwirtschaft immer eine anderer Weg eingeschlagen. Das Dualsystem hat sich in der Praxis von Industrie und Gewerbe mehr als bewährt, das 3. Lehrjahr in der Landw. Ausbildung mit der (Winterschule) ist meiner Ansicht nach überholt. Ich wurde die 4 Jährige Lehre bevorzugen mit Wahl einer Fachrichtung ab dem 3. Lehrjahr. Evtl. könnte mit der Erweiterung der Lehre auch die Administrativen Aufgaben vertieft werden, und die Anforderungen Betriebsleiter für DZ könnte von Tisch sein.

    1. 4 Obligatorische Lehrjahre bringen nur bei einer Spezialisierung etwas. Wenn ich die letzten 40 Jahre des Berufswandels vor Augen führe, tendiere ich eher zu 3 obligatorischen Lehrjahren und jährlich einem obligat. Weiterbildungstag. Themen dazu gibt es mehr als genug, wie Steuerrecht, Altersvorsorge, Neuerungen in den Vorschriften, Alternativen in Produktionssystemen, Smartfarming, Unfallverhütung, gesellschaftliche Trends, etc.etc.

      1. Fachrichtungen sind gar nicht so schlecht. Kennt man in vielen anderen Berufen (Gärtner, Schreiner, usw.)
        In der Landwirtschaft gitbs viele „Gemsicht-Betriebe“ Rindvieh, Schweine und Ackerbau, Gemüse und Rindviehmast, Beeren und Obst, Pferde und Ackerbau usw.

        Ob es da vernünftige Ausbildungs-Systeme gibt, kann ich nicht beurteilen.

  2. Man könnte auch 10 Lehrjahre absolvieren, 10 Jahre später ist wieder alles anders bei dem schnellen Wandel was Agrarpolitik, Produktionstechniken usw. betrifft und die längere Ausbildung für die Katz.
    Besser wäre für Betriebsleiter ( DZ – Bezüger ) jährlich eine obligatorische Weiterbildung von 2-3 Tagen übers Jahr verteilt und von den landw.Schulen ausgearbeitet nach aktuellem Stand, davon 2 Tage im Sinne eines Arbeitskreises der Produktionsrichtung des eigenen Betriebes entsprechend.

  3. Um einen Betrieb zu führen denke ich, ist die BLS fast plicht. Darum bin ich für eine dreijährige Lehre und fünf Jahre später die BLS. Nur so wird man die Zusammenhänge bei der Betriebsführung kennen lernen. Ein Maurer muss sich auch weiterbilden um einen Betrieb zu führen!

  4. 4 Lehrjahre, 42.5 Stunden Woche, 5 Arbeitstage, 5 Wochen Ferien, Überbetriebliche Kurse.
    Keine Kost und Logis, keine Winterschule.

    Landwirtschaftslehre ist wie jede andere Berufslehre. Kommt endlich im Jahr 2021 an.

    Ende der Durchsage

  5. Binn für 3 Lehjahre plus 4. Lehrjahr freiwillig
    Habe 1988 den ersten Lehrling ausgebildet
    2020 sind Lernende gut 2 Monate im Jahr weniger auf dem Betrieb.
    Ich muss immer mehr Zeit aufwenden für Prüfungsvorberitungen.Überlegen uns keine Lehrlinge auszubildn weil sie bei wichtigen Arbeiten nicht auf dem Betrieb sind.

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