Donnerstag, 25. Februar 2021
19.01.2021 11:41
Milchmarkt

«Swissmilk Green»-Logo wird weitergeführt

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Von: rup

Detailhändler brauchen das «Swissmilk Green»-Logo, das den «Grünen Teppich» ausloben soll, kaum. Trotzdem gehts weiter.

Dass es mit der Verwendung des «Swissmilk Green»-Logos harzt, ist schon länger kein Geheimnis mehr. Anders als bei dem zugrunde liegenden Branchenstandard «Grüner Teppich» ‒ bei dem es gut läuft ‒ verzichten die Detailhändler in weiten Teilen auf das Logo.

Hinter den Erwartungen

Die Branchenorganisation Milch (BOM) verwaltet sowohl den «Grünen Teppich» als auch die Marke «Swissmilk Green». Sie traf sich am 18. Dezember zu einer ausserordentlichen Vorstandssitzung, um über das weitere Vorgehen zu diskutieren.  BOM-Geschäftsführer Stefan Kohler sagt: «Wir haben da gemeinsam festgestellt, dass die Nutzung der Marke ‹Swissmilk  Green› momentan klar hinter den Erwartungen bei deren Einführung im August 2019 liegt.»

Das hänge vor allem damit zusammen, dass Coop, entgegen der ursprünglichen Annahme, ihre Milchprodukte lieber mit dem  IP-Suisse-Käfer auslobt. «Wir gingen zu Beginn davon aus, dass Coop bei ihren Milchprodukten im Standardsortiment, also bei ‹Qualité & Prix›, grossmehrheitlich das Logo verwendet.»

«Die Erwartungen wurde nicht erfüllt», sagt BOM-Geschäftsführer Stefan Kohler. 
Manu Friederich

Butter soll Logo retten

Vor der Sitzung stand deshalb selbst zur Diskussion, «Swissmilk Green» fallen zu lassen. Von dem will die BOM nun nichts mehr wissen. Die Branchenorganisation Butter (BOB) will bei ihren bekannten Marken «Die Butter» und «Floralp» auf das rot-grüne Logo setzen.

Davon erhofft sich Kohler viel: «Das gibt noch einmal einen ziemlichen Schub. Einen Schub bezüglich Bekanntheit, aber auch in Bezug auf den Marktanteil bei der Milch.» Auch bei der Basiswerbung für Milch, die durch die Schweizer Milchproduzenten (SMP) gemacht wird, soll gemäss Kohler weiterhin das «Swissmilk Green»-Logo in Erscheinung treten.

5 Responses

  1. Eine Einstellung der Übung „SwissmilkGreen“ würde ja wieder einmal mehr die Marketing-Inkompetenz des SBV bestätigen.
    Wann lernen diese Pseudo-Profis endlich, dass Marketing und Logos Sache von Marktakteuren und nicht von Verbänden ist?

    1. Konsumentin
      Lieber alter Bauer
      Die Marketing ist in aller Munde. „Man muss sich abheben von Gegebenheiten und Was Neues auf den Markt bringen“. So heisst in meisten Marketing-Strategien; so weit so gut. Man verdrägt sich aber gegenseitig zunehmend.
      Konsumenten haben keine Ahnung wer und was dahinten steckt und kaufen was zu haben ist, immer mehr je nach Bedarf oder je nach Lust. Die Verbände haben ober die Entwicklung oder die Einflussnahme leider verpasst oder falsch verstanden.

  2. Kein Wunder wird das Logo nicht benutzt. Ich habe in jüngster Zeit kein grösseres Greenwashing gesehen.
    Schade fürs Geld, welches den Produzenten fehlt.
    Und warum läuft der gelobte Branchenstandard gut? Weil es nichts neues ist.
    Ein recht mutloser Versuch etwas besser zu machen.

  3. Wäre es möglich als Milchproduzent die bereits vom Milchabnehmer ( Ich hätte lieber einen Milchkäufer) abgezogenen Beiträge in der Monatsabrechnung an SBV und BOM zu sistieren?

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