Sonntag, 17. Januar 2021
13.01.2021 08:40
Malaysia

Verdacht auf Zwangsarbeit: USA stoppen Palmöleinfuhr

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Von: AgE

Die Vereinigten Staaten haben der malaysischen Palmölindustrie zu Jahresbeginn einen weiteren Schlag versetzt: Die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) hat die Einfuhr von Palmöl und Palmölprodukten untersagt, die aus den Fabriken des malaysischen Konzerns Sime Darby Plantation Berhad (SDP) und seiner Tochterfirmen stammen.

Die Behörde begründete diesen Schritt mit dem Verdacht auf Kinderund Zwangsarbeit sowie anderen Menschenrechtsverletzungen auf den Palmölplantagen des flächenmässig weltweit grössten Palmölproduzenten mit Sitz in Kuala Lumpur.

Vor drei Monaten hatten die USA aufgrund gleicher Vorwürfe bereits einen Handelsbann gegen den malaysischen Palmöl-Konzern FGV Holdings Berhad verhängt. Laut CBP importierten die Vereinigten Staaten im Geschäftsjahr 2019/20Rohpalmöl im Wert von rund 410 Mio $ (363 Mio Franken) aus Malaysia, was etwas mehr als 30 % der gesamten US-Palmölkäufe entsprach.

SDP setzt eigenen Angaben zufolge auf Kooperation mit der US-Zollbehörde, um den Importbann so schnell wie möglich vom Tisch zu bekommen. Man sei schon bei der Bekämpfung von Zwangsarbeit engagiert und habe strenge Richtlinien zum Schutz der Arbeitnehmerrechte eingeführt, heisst es einer Presseverlautbarung des Unternehmens.

SDP ist Gründungsmitglied im Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO). Malaysisches Palmöl hat sich an der Terminbörse von Chicago zuletzt weiter verteuert. In den ersten Handelstagen 2021 kletterte der Januarkontrakt um weitere 6 % auf 945 $/t (837 Franken) am vorigen Donnerstag: so teuer war Palmöl seit fast zehn Jahren nicht mehr. 

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