Mittwoch, 21. April 2021
04.02.2021 09:18
Neuseeland

Weltmilchmarkt: Preise steigen weiter

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Von: aiz

Die Notierungen für Milchprodukte haben am Weltmarkt weiter angezogen. Bei der jüngsten Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) erhöhte sich der Gesamtindex gegenüber dem vorherigen Event um 1,8%.

Es war dies seit November 2020 der sechste Anstieg in Folge. Mit Ausnahme von Magermilchpulver tendierten die Notierungen der gehandelten Produkte deutlich nach oben. 

Butter deutlich teurer

Beim jüngsten GDT-Event stieg der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) im Durchschnitt aller Kontrakte um 1,3% auf 5’463 USD/t (4’912 Fr.). Butter wurde mit 5’028 USD/t (4’520 Fr.) um 6,2% höher bewertet.

Am stärksten legte der Buttermilchpulver-Index zu, und zwar um 10,7% auf 3’180 USD/t (2’859 Fr.). Die Notierung für Cheddar-Käse erhöhte sich im Mittel um 2,3% auf 4’178 USD/t (3’756 Fr.) und jene für Laktose um 3,8% auf 1’217 USD/t (1’094 Fr.).

Magermilchpulver tendiert leicht nach unten 

Die Milchpulver-Notierungen tendierten bei der dritten GDT-Auktion dieses Jahres unterschiedlich. Der Index für Magermilchpulver sank im Schnitt um 1,5% auf 3’198 USD/t (2’873 Fr.). Es war dies der erste Rückgang seit November 2020, das Vorjahresniveau wurde allerdings um 10% übertroffen.

Die Notierung für Vollmilchpulver – das umsatzstärkste Produkt dieser Auktion – stieg dem gegenüber um 2,3% auf einen mittleren Wert von 3’458 USD/t (3’107 Fr). Damit hielt der positive Trend, der im November 2020 bei diesem Milcherzeugnis eingesetzt hatte, weiter an.

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 28.707 t verkauft, somit lag die Menge erneut unter dem Niveau der vorhergehenden Auktion (29.606 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter blieb mit 181 unverändert.

Positive Tendenzen bei Milchfettprodukten 

Für die internationalen Analysten kommt der erneute Anstieg des GDT-Index nicht überraschend. Sie verweisen darauf, dass die Notierungen für Milchfettprodukte seit drei Monaten spürbar zugelegt haben. Magermilchpulver habe nach mehreren Anstiegen jetzt nur ein wenig nachgegeben und die Kurse für Vollmilchpulver seien mittlerweile auf dem höchsten Stand seit fünf Jahren, wird betont.

Miles Hurell, Geschäftsführer des neuseeländischen Molkereiriesen Fonterra (bei dem die Handelsplattform Global Dairy Trade angesiedelt ist), unterstreicht, dass die Nachfrage nach Milchprodukten vor allem in den Schlüsselmärkten China und Südostasien weiterhin gut ist. Der saisonale Höhepunkt bei der Milchanlieferung sei in Neuseeland bereits überschritten, daher werde Fonterra die Prognose für den Erzeugermilchpreis in der laufenden Periode 2020/21 erhöhen.

Nathan Penny, Analyst der australischen Bank Westpac, führt die steigenden Notierungen für Milchfettprodukte darauf zurück, dass trotz der Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie der globale Bedarf an Lebensmitteln, die in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung konsumiert werden, wieder zunehme.

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One Response

  1. was stimmt?

    warum wurden im gleichen Zeitraum in Deutschland von den Discountern die Butterpreise stark gesenkt, wenn die Notierungen für Butter scheinbar steigen sollen, liegt das Problem bei den Verarbeitern?

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