Montag, 23. Mai 2022
18.01.2022 06:06
Neuseeland

Weniger Milch bei Fonterra

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Von: AgE

Neuseelands grösste Molkerei Fonterra wird in der noch bis Ende Mai laufenden Saison 2021/22 wahrscheinlich weniger Milch als im Vorjahr verarbeiten können. Wie das genossenschaftliche Unternehmen mitteilte, wird mit einer Rohstoffverfügbarkeit des aus den Trockengehalten von Fett und Eiweiss gewonnenen Milchfeststoffs von 1,50 Mio t gerechnet.

Das wären 25 Mio kg oder 1,6 % weniger als zum Anfang der Saison erwartet wurden. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres hätten ungünstige Witterungsbedingungen zu schwierigen Aufwuchsbedingungen auf den Wiesen und Weiden in vielen Teilen des Landes geführt, begründete Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell die nach unten korrigierte Zahl.

In den vergangenen Monaten seien die Anlieferungen unter dem Vorjahresniveau geblieben. „Wir hatten erwartet, dass sich die Bedingungen über Weihnachten und Neujahr verbessern würden, aber dies ist nicht eingetreten“, so der Fonterra-Manager.

Fast 3 Prozent weniger

Aufgrund des rückläufigen Milcheingangs und der hohen Nachfrage ausserhalb der Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) sei bei den Versteigerungen auf der GDT das Angebot bereits verringert worden. In der aktuellen Saison 2021/22 wurden von Juni bis November in Neuseeland insgesamt 10,54 Mio t Milch an die Molkereien geliefert.

Das waren 317 000 t oder 2,9 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei den Milchfeststoffen war im gleichen Zeitraum ein Rückgang von 2,6 % auf 0,88 Mio t festzustellen. Wird das Kalenderjahr 2021 betrachtet, sieht die Lage wegen der Zuwächse im ersten Halbjahr anders aus.

Globale Preise sind gestiegen

In den ersten elf Monaten nahm die Milcherzeugung in Neuseeland um 0,8 % auf 19,28 Mio t zu. Das Aufkommen an Milchfeststoffen wuchs um 1,3 % auf 1,69 Mio t. Seit August werden im Vergleich zu den Vorjahresmonaten jedoch geringere Milchmengen verzeichnet.

Da in den vergangenen Monaten auch die Milcherzeugung in der Europäischen Union sowie in den USA nicht wuchs, stiegen bei guter weltweiter Nachfrage die globalen Preise für Milchprodukte merklich an. 

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