Sonntag, 19. September 2021
26.07.2011 16:08
Doha-Runde

WTO-Chef sieht seine Organisation durch die Doha-Runde gelähmt

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Von: sda

Die Doha-Runde zur weiteren Liberalisierung des Welthandels will einfach nicht mehr in die Gänge kommen. WTO- Generaldirektor Pascal Lamy hat sich am Dienstag mit deutlichen Worten zur Sache geäussert und von einer gelähmten Welthandelsorganisation gesprochen.

Mit der Ausarbeitung eines neuen Abkommens zur  Welthandelsliberalisierung komme die Welthandelsorganisation (WTO)  nicht mehr weiter voran, gestand Lamy ein. Er forderte die  Mitgliedsstaaten dazu auf, über mögliche neue Lösungsansätze für die  verfahrene Verhandlungssituation bei den Doha-Gesprächen  nachzudenken.

«Die WTO sieht sich mit der eigenen Unfähigkeit konfrontiert, den  neuen Anforderungen des Welthandels gerecht zu werden», erklärte der  WTO-Direktor. Auf bilateralem Verhandlungsweg sei diesen  Anforderungen nicht beizukommen, führte er weiter aus.

In den letzten Wochen hätten im Hinblick auf die WTO- Ministerkonferenz vom kommenden Dezember weitere Vorgespräche  stattgefunden. Eine dannzumal angestrebte minimale Übereinkunft  zwischen den WTO-Mitgliedern zeichne sich jedoch in keiner Weise ab,  die Minister könnten sich nicht einmal auf die Traktandenliste  einigen, so Lamy.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte der WTO-Chef vorgeschlagen,  die Verhandlungen auf einzelne Dossiers wie etwa den Baumwollhandel,  Fischereisubventionen oder die allgemeinen Handelserleichterungen zu  beschränken. Auch dieser Strategie scheint jedoch offenbar kein  Erfolg beschieden zu sein.

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