Mittwoch, 27. Januar 2021
24.11.2020 09:05
Naturschutz

Zu wenig naturnahe Lebensräume

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Von: lid

 Zwar gibt es im Mittelland sogar mehr als die gesetzlich geforderten 7 Prozent Biodiversitätsflächen (BFF). Drei Viertel davon könne man aber, laut einer Studie von Vogelwarte und FiBL, nicht als naturnahe Lebensräume 

Das Schweizerische Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) versucht mit einem Direktzahlungssystem Gegensteuer zur Abnahme der Artenvielfalt im Landwirtschaftsgebiet zu geben. Es bezahlt Beiträge aus für Anlage, Bewirtschaftung, Qualität und Vernetzung von «Biodiversitätsförderflächen» (BFF), wie Agrarforschung Schweiz in einem Newsletter schreibt.

Im Rahmen einer Studie der Vogelwarte Sempach und des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) wurde auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) von 133 Bauernhöfen, die für das zentrale schweizerische Mittelland repräsentativ sind, untersucht, wie viele naturnahe Lebensräume vorhanden sind.

Dabei zeigt sich, dass der Anteil der naturnahen Lebensräume flächenmässig zwar über 7% liegt, diese jedoch qualitativ mit 3,86 % bzw. 6,36 % inklusive Bäume noch deutlich unter dem in den Umweltzielen Landwirtschaft (UZL) geforderten Zielwert von 10% liegt. Die qualitative Analyse schliesst Kriterien wie Artenvielfalt, Artenzusammensetzung und Strukturvielfalt mit ein. 

Erfreulich ist: Auf 49 der insgesamt 133 in der Studie untersuchten Bauernhöfe hat sich zwischen 2009 und 2015 die Fläche an naturnahen Lebensräume mehr als verdoppelt und nahm um 59 Prozent zu. Auch die Zahl der Bäume hat laut Agrarforschung Schweiz beträchtlich zu genommen. 

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