Samstag, 16. Januar 2021
01.12.2020 19:35
Bern

Bauerndorf muss noch eine Hürde nehmen

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Von: blu/sda

Der Ständerat hat dem Kantonswechsel der heute zum Kanton Bern gehörenden Gemeinde Clavaleyres zum Kanton Freiburg oppositionslos mit 40 zu 0 Stimmen zugestimmt. 

Stimmt am kommenden Montag auch der Nationalrat zu, steht diesem Wechsel nichts mehr im Weg. Clavaleyres möchte mit der Freiburger Gemeinde Murten fusionieren.

Die Stimmberechtigten von Clavaleyres haben dem Kantonswechsel im Herbst 2018 zugestimmt. Der dafür notwendigen Gebietsveränderung müssen die eidgenössischen Räte zustimmen. Diese Gebietsveränderung erfülle die bundesrechtlichen Anforderungen, sagten Justizministerin Karin Keller-Sutter und Hans Stöckli (SP/BE) im Namen der Ständeratskommission unisono.

Stimmt auch der Nationalrat dem Vorhaben zu, ist Clavaleyres ab 2022 Teil des Kantons Freiburg. Der Name des Weilers ist zwar französisch, und auch rund herum wird in vielen Dörfern französisch gesprochen, doch Clavaleyres ist rein deutschsprachig.

Der Weiler Clavaleyres zählt 50 Einwohner, liegt in der Nähe des Murtensees und grenzt an die Kantone Freiburg und Waadt. Wie anderen Kleinstgemeinden fällt es Clavaleyres zunehmend schwer, die Aufgaben einer Gemeinde von Feuerwehr über Sozialdienst bis zum Schulunterricht zu erfüllen. Im Ort gibt es weder einen Laden noch ein Restaurant oder eine Schule – und auch keinen Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

Die Gemeinde Clavaleyres mit ihren 50 Bewohnerinnen und Bewohnern ist Teil des Bezirks Bern-Mittelland. Ihre Fläche von nur einem Quadratkilomter ist ganz vom Freiburger Seebezirk umschlossen. Die deutschsprachige Kleinstgemeinde ist bereits heute auf Murten ausgerichtet und arbeitet mit dem Städtchen etwa bei Feuerwehr und Schule zusammen. Fusionsversuche mit bernischen Gemeinden scheiterten. 20 der 26 Beschäftigen der Gemeinde arbeiten noch in der Landwirtschaft. Das sind knapp 77 Prozent. Rund 80 der 100 ha Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt. blu

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