Montag, 28. November 2022
25.09.2022 06:01
Bern

50 Lernende in 37 Jahren

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Von: sal

Ueli Augstburger hat als Berufsbildner bislang insgesamt 50 Lernende betreut. Das war der Anlass zu einer Einladung. 

Ueli Augstburger ist bekannt für sein Engagement für die landwirtschaftliche Bildung. Er war lange Präsident des kantonalen Schulrats für die landwirtschaftliche und bäuerlich-hauswirtschaftliche Bildung und Beratung, er ist als SVP-Grossrat in der parlamentarischen Gruppe Berufsbildung, er ist Vorstandsmitglied der OdA Agrialiform, welche die Ziele der landwirtschaftlichen Bildung festlegt.

Auf welche reiche Erfahrung aus der Praxis als Lehrmeister er zählen kann, wurde am letzten Sonntag deutlich. Da luden er und seine Frau, Romy Augstburger-Trachsel, sämtliche 50 Lernenden ein, die in den letzten 37 Jahren bei ihnen gewesen waren. Viele davon erschienen und freuten sich unter anderem über die Wurst mit Wagyu-Fleisch vom Betrieb.  

«Ich konnte viel lernen»

Einer der Anwesenden am Treffen war Martin Wenger aus Rüeggisberg BE, er war 1987/1988 der zweite Lehrling von Augstburger. Er bewirtschaftet mittlerweile den Betrieb aus der Familie seiner Frau Marlis Wenger-Rohrbach.

Der einstige Lehrling sagt: «Es war schon anders damals, gerade, was die Arbeitszeiten betrifft. Ich konnte damals beim Umbau des Wohnhauses viel lernen.» Er habe eine schöne Lehrzeit gehabt. Lehrmeister Augstburger sei schon damals engagiert gewesen, habe etwa vier Wochen als Feldweibel den Wiederholungskurs gemacht.

«Uelis Vater Jakob schaute gut zu den Lehrlingen», so Wenger. Einer der Anwesenden war auch Nick Bösiger, der als Winzer in Twann BE mit seinen Frauenkopf-Weinen grosse Erfolge erzielt und zum Berner Winzer des Jahres gewählt wurde.

Aktuell sind als Auszubildende auf dem Betrieb Barbara Schenk (im zweiten Lehrjahr) und Adrian Zumbach aus Oberhofen BE. Warum er hier lerne? Zumbach zeigt auf seinen Sitznachbarn: Jonas Althaus aus Hünibach BE, der 2013/2014 bei Augstburgers in der Lehre war und zuvor einen Wochenplatz bei Familie Zumbach hatte. Und weil er auf dem ackerbaulastigen Betrieb viel lernen könne, sagt Zumbach.

Jeweils zwei Lernende

Augstburger hatte jeweils einen Lehrling. Seit er im Jahr 2010 mit Daniel Wittwer eine Betriebsgemeinschaft (BG) gründete, sind es zwei Lehrlinge. Die BG bewirtschaftet 60 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und 20 Hektaren Wald. Die Kühe liefern Milch für die Weichkäserei Gerzensee. Vom Acker werden Getreide, Zucker und Kartoffeln im IP-Suisse-Kanal vermarktet, ebenso das Kalbfleisch.

Mittlerweile ist Augstburger innerhalb der BG zusammen mit seinem Sohn Yanick, der auch Meisterlandwirt ist, eine Generationengemeinschaft eingegangen.

Im angeregten Gespräch wurden Anekdoten aus der ehemaligen Lehrzeit hervorgekramt. «Hier stellte sich einmal mehr heraus, wie stark die jungen Mitmenschen mitdenken und Arbeitsabläufe hinterfragen, ohne dass sie sich aktuell dazu äussern», so Ueli Augstburger.   

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