Freitag, 3. Dezember 2021
01.09.2021 12:00
Bern

Gerangel zwischen Bauern und Fahrenden

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Von: blu

Beim Versuch von Fahrenden, in Täuffelen BE ein Areal neben dem Oberstufenzentrum zu besetzen, ist es am Sonntag zu einem Gerangel gekommen. Dabei wurde ein Landwirt leicht verletzt und sein Traktor beschädigt.

Kantonspolizeisprecher Patrick Jean bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Meldung der Onlineplattform «20 Minuten» vom Dienstag. Demnach waren am Sonntag über 20 Gespanne von Fahrenden auf ein Grundstück neben dem Oberstufenzentrum Täuffelen gefahren.

Scheibe von Traktor zerstört

Wie das «Bieler Tagblatt» berichtet, ersuchte der Pächter des Landes, das der Burgergemeinde gehört, die Polizei um eine Intervention. Die Polizisten haben versucht, die aufgeheizte Stimmung zu beruhigen. Doch das Vorhaben war ohne Erfolg.

Als ein Landwirt mit einem Traktor samt Anhänger auf das Grundstück auffuhr, kam es zur Eskalation. In der Folge ist in der aufgeheizten Stimmung zu einem Gerangel und zu einer Sachbeschädigung gekommen. Wie die Kantonspolizei dem «Bieler Tagblatt» sagte,  wurde eine Scheibe der Führerkabine des Traktors zerstört und der Bauer leicht verletzt. Beim Landwirt handelt es sich aber nicht um den Pächter der Parzelle. Die Fahrenden verliessen daraufhin mit ihren Gespannen das Gelände und zogen weiter nach Biel.

Bauer lehnte Angebot der Fahrenden ab

Wie der Gemeindepräsident Adrian Hutzli gegenüber der Zeitung sagte, boten die drei Chefs der Gruppe dem Pächter eine mittlere vierstellige Summe für die Belegung des Feldes für drei Wochen. Dieser lehnte ab, weil er dort Raps ansäen will.  Gemäss Hutzli sagten die Chefs, dass in diesem Fall drei Wochen ohne Bezahlung dableiben würden. Sie hätten weiter gesagt, dass sie 500 weitere Gespanne aufbieten würden. Insgesamt hätten sich die Fahrenden aber anständig verhalten.

Zum Gerangel sei es gekommen, weil die Bauern Vorbereitungen getroffen hätten, das Feld zu güllen. Die Polizei habe die Bauern von dieser Absicht abbringen können, so Hutzli weiter. «Die Fahrenden sind sich der Gefahr einer Anzeige bewusst geworden und haben angeboten, das Feld zu verlassen», sagte der Gemeindepräsident zur Zeitung.

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