Donnerstag, 18. August 2022
01.07.2022 18:30
Bern

Die wichtigste Fachmesse der Grünen Branche ist zurück

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: Jonas Ingold, lid

Im bernischen Koppigen fand diese Woche erstmals nach 4 Jahren die öga statt, die grösste Fachmesse der Grünen Branche. Die hohe Anzahl der Aussteller und der Publikumsaufmarsch zeigte, dass die Messe grossen Rückhalt geniesst.

Die Messelandschaft erlebe grosse Turbulenzen, viele grosse Messen gebe es nicht mehr, andere seien am Kämpfen, sagt öga-Präsident Michael Flühmann. «Grösse bedeutet aber nicht alles. Die Nähe zwischen Besuchern und Ausstellern bleibt zentral. So wie wir es leben», betont Flühmann mit Blick auf die öga.

Über 400 Aussteller

Die normalerweise alle zwei Jahre auf dem Gelände der Gartenbauschule Oeschberg ausgetragene Messe konnte trotz dem Ausfall 2020 mit vielen Ausstellern punkten. 402 waren es dieses Jahr. Etwas weniger als 2018, aber dennoch zeigt sich die Messeleitung zufrieden, wie Josef Poffet betonte. Für ihn war es die 15. und letzte Messen als öga-Geschäftsführer, er geht in Pension. «Wir sind ausgebucht, alle Flächen sind besetzt», freute er sich. Gerade in Anbetracht der schwierigen Zeiten sei das ein äusserst positives Signal. Dass die Ausstellerzahlen nicht mehr so hoch liegen wie um die 2000er-Jahre, als über 450 Austeller vertreten waren, führt Poffet auf die Entwicklung in der Branche zurück.

Organisiert wird die öga von der Kantonalen Gartenbauschule Oeschberg, von JardinSuisse und der Schweizerischen Zentralstelle für Gemüsebau (SZG).

Der Umgang mit dem Boden wurde ebenfalls thematisiert.
ji, lid

Anzahl Betriebe geht zurück

«Die Anzahl der Betriebe geht zurück, viele wurden von grösseren übernommen. Auch gibt es weniger Mitarbeitende, weshalb auch die Anzahl der Besucherinnen und Besucher nicht mehr wächst», so Poffet. Dennoch ist Poffet auch mit der Besucherentwicklung zufrieden, für die 22er-Ausgabe erwartete die Messeleitung über 20’000 Personen. Bei einer Fachmesse besonders wichtig ist, wer an die Messe kommt. Poffet freut sich besonders, dass es «nicht nur die Chefs» sind. Gemäss Besucherstatistik sind 38,5 Prozent Angestellte und 10 Prozent Lernende. «Das ist für die Branche besonders wichtig, um Wissen zu transferieren», so Poffet.

Die überwiegende Mehrheit der Fachbesucherinnen und -besucher kommen mit gut 57% aus dem Garten- und Landschaftsbau. Aus der Landwirtschaft sind es 6,6% und aus dem Gemüsebau 5,9%. Dennoch seien auch diese Bereiche für die öga äusserst wichtig, erklärte Michael Flühmann.

Sonderschau zu Wassermanagement

Der Gemüsebau präsentierte sich dieses Jahr mit einer Sonderschau. «Jeder Tropfen zählt» ging auf das zukunftsträchtige Wassermanagement ein. Wie kann künftig Gemüsebau betrieben werden und gleichzeitig die Ressourcen Wasser und Boden geschont werden? Dass es eine grosse Herausforderung ist, die auch mit Hilfe von neuen Techniken angegangen werden kann, betonten bei der Sonderschaueröffnung Matija Nuic, Direktor der Gemüseproduzenten, und Franziska Schwarz, Vizedirektorin des Bundesamtes für Umwelt.

Die nächste öga findet vom 26. bis 28. Juni 2024 statt. Mit vielen Innovationen, Ausstellern und Besuchern. Wie immer seit die Messe 1961 erstmals stattfand.

Matija Nuic, Direktor des Verbandes der Schweizer Gemüseproduzenten, bei der Eröffnung der Sonderschau
ji, lid

Gärtner des Jahres gekürt
An der Eröffnungs-Medienkonferenz gab der Kommunikationsverantwortliche Rolf Matter den Gärtner des Jahres bekannt: Sieger des Publikumspreises ist Janko Jakelj aus Flawil SG. Jakelj ist Mitgründer des Pflanzen-Onlineshops feey. Zudem wurden neun technische Neuheiten sowie 5 neue Pflanzen prämiert.

Mehr zum Thema
Regionen

Für Gemüseproduzent Daniel Frey stellt sich eine Grundsatzfrage: Lebensmittel oder Freizeit. - Screenshot TeleM1 Ein Gemüsebauer darf kein Wasser mehr aus dem Fluss Suhre entnehmen. Der Golfplatzbetreiber in der Nähe…

Regionen

Die Veranstaltung soll den Edelbrand Damassine AOP sowie seine Frucht, den roten Damasson, hervorheben. - zvgDer Betrieb Ô Vergers d'Ajoie bietet eine entspannte Atmosphäre mit geführten oder freien Besichtigungen des…

Regionen

Ein Brand in Elfingen im Kanton Aargau hat letzte Nacht grossen Schaden angerichtet. - zvg Eine Scheune in Elfingen AG brennt bis auf die Grundmauern nieder. Am frühen Samstagmorgen, um…

Regionen

Die sechsschenklige Schwingarena ist nicht nur aus der Luft gut zu erkennen. - Markus Portmann Vom 25. bis 28. August 2022 findet in Pratteln BL das Eidgenössische Schwing- und Älplerfests (Esaf)…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE