Freitag, 27. Januar 2023
12.10.2022 06:34
Solothurn

Migros-Bau kostet Bauern 15,5 Hektaren Fruchtfolgefläche

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: khe

Die Migros Verteilbetrieb AG plant in den solothurnischen Gemeinden Egerkingen und Neuendorf einen Erweiterungsbau auf einer Fläche von rund 18.5 Hektaren. Dafür soll Landwirtschaftszone umgezont werden. 

Die Migros Verteilbetrieb AG in Neuendorf plant einen etappierten Erweiterungsbau auf einer Fläche von rund 18.5 Hektaren auf den Gemeindegebieten von Egerkingen SO und Neuendorf SO.

Bauern informieren

Durch die Umzonung des bisher in der Landwirtschaftszone liegenden Landes gehen rund 15.5 Hektaren Fruchtfolgeflächen verloren. An einem Informationsanlass haben die betroffenen Landwirte aufgezeigt, was durch eine Einzonung des betroffenen Geländes in die Industriezone verloren geht.

Die Landbewirtschafter haben dabei aufzeigen können, dass die Vielzahl der Projekte im Gäu zu einem immensen Verlust an bestens zur Produktion von Nahrungsmitteln geeigneten Flächen führe, schreibt der Solothurner Bauernverband in einer Mitteilung.

Die betroffenen Bauern würden auf der diskutierten Fläche Nahrungsmittel für rund 500 Schweizer Einwohnerinnen produzieren. Diese würden bei einer Realisierung des Projekts importiert werden müssen. In der Gesamtheit der momentan diskutierten Projekte im Gäu entstehe gar ein Landverlust von gegen 200 Hektaren. Dieser Führe zu einer Minderproduktion von Grundnahrungsmittel für mehrere tausend Einwohner.

Bedrohung der Existenz

Die besorgten Bewirtschafter sehen sich durch die Vielzahl der Bau- und Infrastrukturprojekte im Gäu in ihrer Existenz bedroht. Einige Landwirte befürchten den Verlust von gegen 50% der bisher bewirtschafteten Fläche auf ihren Betrieben.

Es war den betroffenen Bauern ein Anliegen, die Verantwortlichen über die Auswirkungen eines solchen Baus zu informieren. Die  Einwohnergemeinderäte der Gemeinden Neuendorf und Egerkingen hörten sich diese anlässlich des Informationsabends an. Die Migros-Verantwortlichen und die Vertreter der involvierten kantonalen Ämter und Planungsbüros jedoch hätten diesem nicht beigewohnt, so der Solothurner Bauernverband. 

Mehr zum Thema
Regionen

Die Anlage wird direkt ans Wasserkraftwerk Reichenau angeschlossen, an welchem Axpo eine Mehrheitsbeteiligung hält.Axpo Der Energiekonzern Axpo baut gemeinsam mit einem lokalen Energiedienstleister beim Wasserkraftwerk Reichenau in Domat/Ems eine Wasserstoffproduktionsanlage.…

Regionen

Die Tier&Technik ist ein wichtiger Branchentreffpunkt und bietet Vertreterinnen und Vertretern aus der Landwirtschaft die Möglichkeit, am Puls von landwirtschaftlichen Themen zu bleiben.Esther Schneiter Vom 23. bis 26. Februar 2023 findet…

Regionen

Das selbstverständliche Zentrum der Gemeinde ist die übersichtliche Altstadt. Mitihren Arkaden undStadthäusern, die imWesentlichen aus dem 16. bis 18. Jh.stammen, ist sie ein nationales Kulturgut.Christian Beutler Lichtensteig SG erhält den…

Regionen

Die genaue Unfallursache ist noch unklar.Kapo SG In Hemberg SG hat sich am Freitagnachmittag ein Mann bei Waldarbeiten Verletzungen zugezogen. Der Verletzte musste von der Rega ins Spital geflogen werden.…

8 Responses

  1. unglaublich was da abgeht
    für was brauchen wir so was
    wir haben jetzt schon zu viele Leute in der Schweiz
    bitte hört auf unsere schöne Schweiz so zu zerstören
    unsere nächste Generation wird es büssen

    DANKE

    1. Ganz genau, aber wenn ein Landwirt sein Bauernhaus z. B. umnutzen möchte, kriechen aus allen Löchern Beamte hervor, die dies zu verhindern versuchen. Einfach krank unsere Gesellschaft

  2. und all die Remisen und Lagerhallen weiche die schweizer bauern bauen um ihre übermechanisierung zu verstecken, braucht es das? jeder bauer einen eigenen waschplatz, jeder bauer einen eigenen-zu kleinen – stall. da könnte man auch viel sparen.
    15 ha und nur 550 Meschen ernärt? die Gäuer bauern sind offenbar nicht die fleissigsten. gut macht die migros das nicht bei uns im züribiet.

    1. Die Migros kann bei einer akuten Treibstoff- oder Energiekrise keinen einzigen Menschen ernähren. Die Rohstoffe kommen alle aus der Landwirtschaft.
      Ich gebe Seppli Recht, dass es einen Waschplatz nicht überall braucht: Aber das sind wiederum Vorlagen der Behörden, von wegen Auswaschung vob Spritzstoffen und Ölen, die das verlangen. Nicht jede Remise die heute steht, gehört zur Landwirtschaft: Da gibt es auch solche von Gemeinden, Unterhaltsfirmen, usw.

  3. Tja so läuft das ,wenn grosse kommen wird schwupp die wupp umgezont. Glaubt ja nicht dass es dabei bleibt. Da kommt noch die Autobahnverbreiterung und andere Firmen wollen bestimmt auch noch vergrößern. Und herrje die Schweiz soll ja noch auf 10 Millionen Menschen wachsen. Keine Sorge die benötigten Lebensmittel können ja importiert werden oder in Laboren erzeugt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE