Sonntag, 26. Juni 2022
27.05.2022 17:24
Solothurn

Mutmasslicher Brandstifter festgenommen

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Von: blu/sda

Nach der Brandserie im Kanton Solothurn ist der mutmassliche Brandstifter festgenommen worden. Es handelt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen 33-jährigen Schweizer. Seit Anfang April gab es im Kanton mehr als ein Dutzend Brände.

Die intensiven Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft hätten zur Festnahme des Tatverdächtigen geführt, teilte die Staatsanwaltschaft Solothurn am Freitag mit. Das Haftgericht habe auf Antrag der Staatsanwaltschaft für den Beschuldigten Untersuchungshaft angeordnet.

Weitere Ermittlungen

Ob sich der Tatverdacht gegen den Beschuldigten erhärtet, würden die weiteren Ermittlungen zeigen. Die genauen Umstände der Brandstiftungen und ein allfälliges Motiv seien Gegenstand der weiteren Abklärungen. Aus Rücksicht auf die nach wie vor laufenden Ermittlungen macht die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben. Sie weist darauf hin, dass für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung gelte.

Die Serie von Bränden im solothurnischen Wasseramt hatte Anfang April begonnen. Regelmässig brannte es seither an den Wochenenden. Mittlerweile kam es zu mehr als einem Dutzend grösseren und kleineren Bränden in der Region. Die Bevölkerung in der Region war sehr besorgt. Die Kantonspolizei und die betroffenen Gemeindevertreter forderten die Bevölkerung auf, keine Bürgerwehren zu bilden und auf Gewalt zu verzichten. Es sei Aufgabe der Polizei, die Täterschaft zu ermitteln.

Unheimliche Serie

Eine zwölfte Brandstiftung gab es am vergangenen Wochenende beim Schulhaus in Kriegstetten. Bei all diesen nächtlichen Bränden gab es keine Verletzten. 

Am 18. Mai brannte es in Wiler bei Utzenstorf BE. Im Ökonomieteil eines Bauernhauses brach ein Feuer aus. Die Ponys und Pferde, die sich im Stall befunden hatten, konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner des angrenzenden Wohnhauses verliessen das Gebäude selbständig. Der Ökonomieteil wurde vollständig zerstört.

Die Brandserie im Wasseramt begann in der Nacht auf Sonntag, den 3. April. Ein Feuer beschädigte das Clubhaus der Hornussergesellschaft Halten. Der Brand begann im Bereich des angebauten Holzlagers und eines Geräteschuppens.

Genau eine Woche später brannte in Halten in den Nachtstunden eine unbewohnte, landwirtschaftlich genutzte Liegenschaft nieder. Mehrere Schafe wurden aus dem Stall evakuiert; drei Tiere kamen ums Leben. Der Schachschaden beträgt gemäss Polizeiangaben mehrere 100’000 Franken.

Am Osterwochenende gab es in Kriegstetten zwei Brände. Ein Feuer zerstörte eine Futter- und Lagerhalle. Es entstand erneut ein Schaden von mehreren 100’000 Franken. Die Rinder konnten rechtzeitig unversehrt auf die angrenzende Weide getrieben werden. Es gab keine verletzten Personen.

Fast gleichzeitig hatte ein Bewohner eines Einfamilienhauses bemerkt, dass der Geräteschuppen brannte. Er konnte den Brand selbst löschen.

Am 14. Mai hat in Kriegstetten SO ein Bauernhof gebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Am 15. Mai setzte sich die unheimliche Serie fort. In Obergerlafingen SO gingen innerhalb weniger Minuten eine Schreinerei und eine Lagerhalle in Flammen auf. Beide wurden durch das Feuer komplett zerstört, verletzt wurde niemand.

Der Gesamtschaden dürfte gemäss Schätzung mehrere Millionen Franken betragen.

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