Mittwoch, 7. Dezember 2022
15.11.2021 11:37
Energie

Sauberer Wasserstoff aus dem Aargau

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Von: awp

Der Energiekonzern Axpo will die Position als grösste Schweizer Produzentin von erneuerbarer Energie ausbauen. Daher haben Axpo, Voegtlin-Meyer, die IBB Energie AG (IBB) und die Stadt Brugg eine Absichtserklärung für die Produktion und den Vertrieb sauberen Wasserstoffs unterzeichnet.

Geplant ist eine Wasserstoffproduktionsanlage, die auf eine installierte Leistung von bis zu 15 Megawatt ausgelegt wird und jährlich mittels Elektrolyse rund 2000 Tonnen grünen Wasserstoff liefern soll, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag. Der für die Produktion benötigte Strom stamme vollumfänglich aus dem nahegelegenen Flusskraftwerk Wildegg-Brugg. Das Kraftwerk befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Axpo.

300 Lastwagen

Axpo will den Wasserstoff direkt via eine Pipeline zur nahegelegenen Tankstelle des schwergewichtig in den Bereichen Heizölservice, Tankrevisivon und Tankstellen tätigen Unternehmens Voegtlin-Meyer liefern. Das Unternehmen, das zudem im Auftrag von PostAuto Busse in Brugg und Umgebung betreibt, werde den Treibstoff auch an weitere Tankstellen in der Region vertreiben.

Zudem plant das Unternehmen, den grünen Wasserstoff privaten Nutzern zur Verfügung zu stellen und er soll für die im Auftrag der PostAuto AG betriebenen Busse eingesetzt werden. Mit der produzierten Menge können jährlich rund 300 Lastwagen, Postautos oder Busse betrieben werden.

Ende 2023

Die Ortsbürgergemeinde Brugg werde im Dezember über die Baurechtsvergabe für die Nutzung des Grundstücks entscheiden, teilten die beteiligten Parteien weiter mit. Im Falle eines positiven Entscheids startet Axpo mit der Vorbereitung der Baueingabe. Die Inbetriebnahme der Anlage und die Belieferung der Postauto-Flotte mit grünem Wasserstoff ist per Ende 2023 geplant.

Grüner Wasserstoff gehöre vor allem im Bereich der Industrie und Mobilität zu den wichtigsten klimafreundlichen Energieträgern und sei zentraler Bestandteil der Dekarbonisierungsstrategien der Schweiz und der EU, heisst es in der Mitteilung weiter.

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