Samstag, 27. Februar 2021
01.02.2021 15:23
Bern

Nun ist es definitiv: BEA erneut abgesagt

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Von: blu

Die BEA in Bern ist ein beliebter Anlass – auch bei Landwirtinnen und Landwirte. Doch aufgrund der Unsicherheiten wegen der Corona-Pandemie hat die Veranstalterin Bernexpo AG die Messe abgesagt. 

Mehrere Messen haben aufgrund der Pandemie die Segel bereits streichen müssen. Die Tier&Technik in St. Gallen, die AMA in Aarau und die Luga in Luzern wurden abgesagt. 

Fehlende Planungssicherheit

Nur hats auch die BEA erwischt. Die traditionsreiche Berner Frühlingsmesse findet wegen der Pandemie auch in diesem Jahr nicht statt. Schon im vergangenen Jahr fiel sie dem Virus zum Opfer. Die Organisatorin Bernexpo AG begründet die Absage mit fehlender Planungssicherheit.

«Das Unternehmen hat bis zum letzten vertretbaren Zeitpunkt versucht, alle Optionen für eine erfolgreiche Durchführung offen zu halten und dabei verschiedene Szenarien geprüft», schreibt Bernexpo. Aufgrund der langen Vorlaufzeit einer Publikumsmesse in der Grössenordnung der BEA sei die Absage nicht mehr zu vermeiden gewesen, heisst es weiter. Bernexpo ist die Veranstalterin der Messe BEA, die vom 30. April bis am 9. Mai hätte stattfinden sollen. Auch die Spielwarenmesse Suisse Toy, welche zeitgleich mit der BEA hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. Die nächste BEA soll zwischen 29. April und 8. Mai 2022 über die Bühne gehen.

Schaufenster für Landwirtschaft

Dass die BEA nicht stattfinden wird, sickerte bereits am Donnerstag durch. Bernexpo-Präsidentin Franziska von Weissenfluh dementierte eine Absage gegenüber der Zeitung «Der Bund» nicht. Die Messe ist auch ein wichtiges Schaufenster für die Landwirtschaft. Der Berner Bauernverband und mehrere landwirtschaftliche Organisationen präsentieren sich jeweils in mehreren Hallen. 

Die BEA gibt es seit 1951. Sie ist mit jährlich rund 300’000 Besucherinnen und Besuchern und 900 Ausstellern eine der grössten Publikumsveranstaltungen der Schweiz. Bis am 28. Februar ist der derzeitige Shutdown in Kraft. Grosse Lockerungen ab März erscheinen derzeit aber eher unwahrscheinlich.

Ingenieur wird neuer Chef

Die Bernexpo Groupe gab am Montag auch bekannt, dass der 46-jährige Ingenieur EPFL Tom Winter neuer Direktor (CEO) der Bernexpo AG wird. Er tritt seine Stelle am 1. März an. Winter ersetzt Jennifer Somm, welche im Oktober bekanntgegeben hatte, sie verlasse die Berner Messeveranstalterin.

Die Bernexpo Groupe will das Kerngschäft mit neuen, digitalen Geschäftsfeldern weiterentwickeln. Tom Winter soll die erforderlichen Innovationsprozesse «zügig vorantreiben».

Winter war laut Mitteilung stellvertretender CEO von Globus Schweiz und Direktor von UPC Retail. Erfahrungen sammelte er auch als Leiter Verkauf und Distribution eines internationalen Telekommunikationskonzerns.

Neue Festhalle ab 2024?

Anfang März kommt es für die Bernexpo zu einer wichtigen Abstimmung. Am 7. März 2021 werden die Bernerinnen und Berner in einer Volksabstimmung über die Überbauungsordnung «Mingerstrasse – Papiermühlestrasse» sowie über den von der Stadt Bern geplanten Beitrag von 15 Mio. Franken an die Infrastruktur der Messepark AG für die Neue Festhalle abstimmen. Die 1948 als Provisorium gebaute Festhalle auf dem Messe-Gelände in Bern-Wankdorf habe das Ende ihres Lebenszyklus erreicht, schreibt das Unternehmen.

«Die «Neue Festhalle» bietet ab 2024 eine variable Infrastruktur, die insbesondre auch hybride Veranstaltungsformate durchführen lässt. Sie wird in Bern eine bedeutende Marktlücke schliessen: Aktuell bietet die Hauptstadt kein Angebot für Veranstaltungen, Ausstellungen oder Erlebniswelten mit einer Kapazität von 9’000 Personen», erklärt Franziska von Weissenfluh.

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