Dienstag, 31. Januar 2023
28.11.2022 07:05
Schwyz

FDP wehrt GLP-Angriff deutlich ab

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Von: sda

Der Schwyzer Regierungsrat bleibt bürgerlich. Gewählt ist Damian Meier von der FDP. 

Polizeikommandant Damian Meier von der FDP hat am Sonntag den freiwerdenden Sitz seiner Partei klar verteidigt. Das Nachsehen hatten die Grünliberalen.

Deutlich mehr Stimmen

Meier kam auf 16’125 Stimmen, seine Herausforderin Ursula Lindauer (GLP) erzielte 11’787 Stimmen. Chancenlos waren Peter Abegg (parteilos/5842 Stimmen) und Jürg Rückmar (Aufrecht Schwyz/1045 Stimmen). Die Wahlbeteiligung betrug 32,85 Prozent, wie die Staatskanzlei mitteilte.

Meier ist Kommandant der Kantonspolizei Schwyz. Politische Erfahrungen sammelte der 48-jährige frühere Primarlehrer und Jurist vor längerer Zeit im Luzerner Kantonsparlament. Er ist Vater von vier Kindern und wohnt mit seiner Familie in Schwyz.

Zwei Gründe

Seine Wahl führte Meier im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf zwei Gründe zurück. Einerseits habe eine Mehrheit in Schwyz für die Kontinuität der bisherigen Regierung gestimmt. Anderseits habe er als Kandidat ein umfassendes Profil und «bringe mit, was es braucht». Er habe nun sein politisches Ziel erreicht. In der Regierung würde er sich für einen stärkeren Ausgleich zwischen der Inner- und der Ausserschwyz einsetzen.

Meier hatte im ersten Wahlgang zwar das absolute Mehr verpasst, sich aber deutlich vor Lindauer platziert. Lindauer ist Verwaltungsjuristin, sie arbeitet im kantonalen Sicherheitsdepartement. Sie äusserte sich «sehr zufrieden» mit dem Resultat, sei sie doch als Aussenseiterin gegen den starken Block von SVP und FDP angetreten.

Sitzverteilung unverändert

Meier wurde im zweiten Wahlgang von der SVP unterstützt, die GLP-Kandidatin erhielt dagegen den Support der Mitte. Die SP hatte sich nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen und auf eine Wahlempfehlung verzichtet.

Lindauer sagte denn auch, sie habe im zweiten Wahlgang bei den Linken zu wenig zu mobilisieren vermocht. Auch seien wohl weniger Frauen an die Urne gegangen. Ihre Partei habe aber im Wahlkampf Themen platzieren können. Sie selber schliesse eine spätere Kandidatur für ein politisches Amt nicht aus.

Die Ersatzwahl wurde nötig, weil die amtierenden Regierungsräte Andreas Barraud (SVP) und Kaspar Michel (FDP) zurücktreten. Die SVP konnte ihren Sitz im ersten Wahlgang vom 25. September auf Anhieb mit dem Schwyzer Gemeindepräsidenten Xaver Schuler verteidigen.

Die Schwyzer Kantonsregierung setzt sich somit für den Rest der laufenden Legislatur bis 2024 parteipolitisch unverändert aus drei Mitgliedern der SVP sowie je zwei der Mitte und der FDP zusammen. Die Linke ist seit 2012 nicht mehr in der Schwyzer Exekutive vertreten.

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