Freitag, 7. Oktober 2022
21.09.2022 12:28
St. Gallen

Ackerlandverlust: Später Widerstand

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: ss

Das Projekt «WilWest» ist ein seit langem bekanntes Vorhaben. Am kommenden Wochenende stimmt die Bevölkerung des Kantons St. Gallen über einen Kredit von 35 Millionen ab: Mit diesem Geld soll das Land zu einer Industriezone umgebaut werden. 

Dabei gehen rund 12 Hektaren Ackerland verloren, weiteres rund 8 Hektaren angrenzendes Ackerland werden zum Areal dazugerechnet. Dieses befindet sich aber im Kanton Thurgau und ist somit nicht Teil der Abstimmung. Im Projekt involviert sind dazu diverse Strassenprojekte, wie zum Beispiel die geplante Autobahnzufahrt Wil West.

Widerstand gegen das Projekt ist wenig spürbar, erst vor kurzem haben sich die SVP-Delegierten – anders als ihre Partei – dagegen ausgesprochen. Zeno Stadler, betroffener Landwirt aus Bronschhofen SG, nimmt Stellung. Er wäre von der Überbauung stark betroffen. Rund 7 Hektaren seines besten Ackerlandes ginge verloren. 

Die Kantone St. Gallen und Thurgau wollen im Gebiet Wil West Unternehmen ansiedeln und bis zu 3000 neue Arbeitsplätzen schaffen. Für die Entwicklung des Areals beantragt die St. Galler Regierung einen Sonderkredit von 35 Millionen Franken. Das letzte Wort hat am 25. September das Volk.

Das Areal liegt grösstenteils auf Thurgauer Boden, gehört aber teilweise dem Kanton St. Gallen. In den nächsten 30 bis 40 Jahren soll dort ein attraktiver Standort für Gewerbe- und Industriebetriebe mit bis zu 3000 neuen Arbeitsplätzen geschaffen werden.

Die St. Galler Regierung pries das Projekt Wil West im Vorfeld der Abstimmung als «zukunftsgerichtetes Vorhaben» an. Der Kantonsrat hiess die Vorlage mit 80 zu 27 Stimmen gut. Gegen Wil West wehrten sich Vertreter der Landwirtschaft, die Grünen und eine Minderheit der SP-Fraktion. Sie kritisierten hauptsächlich den Kulturlandverschleiss.

Mit dem Sonderkredit will der Kanton St. Gallen als grösster Grundeigentümer die Erschliessung, die Entwicklung, die Vermarktung und den Betrieb des Areals finanzieren. Später sollen dann die Grundstücke oder Baufelder marktgerecht veräussert werden.

Mehr zum Thema
Regionen

Mit dem Solidaritätsfeuer in Siat wurde die Unterstützung der Weidetierhaltung zum Ausdruck gebracht. - Sandro Michael Am vergangenen Freitagabend wurden in vielen europäischen Staaten von Tierhaltenden Mahnfeuer zur Unterstützung der…

Regionen

Thomas Leppkes und Nathlie Cavelti, Cunter GR, haben während vier Jahren am Projekt «Mobile Geflügelschlachtanlage» gearbeitet und alle Hindernisse auf dem langen Weg in Angriff genommen. - Vrena Crameri-Daeppen Thomas…

Regionen

Karina Cubillo Ein Jäger ist am Dienstagabend in der Val Plavna in Scoul GR tödlich verunglückt. Er war gemäss ersten Erkenntnissen im unwegsamen felsigen Gebiet abgestürzt. Der 54-Jährige sei am…

Regionen

Im Gebiet San Bernardino dürfen zwei Jungwölfe geschossen werden. (Symbolbild) - Kapo TI Der Bund hat am Mittwoch den Abschuss von zwei Jungwölfen im Kanton Graubünden bewilligt. Das Gesuch des…

One Response

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE