Dienstag, 15. Juni 2021
12.05.2021 18:42
St. Gallen

Herdenschutzhunde schwer verletzt – Wolf im Verdacht

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Von: mgt

In der Nacht von Sonntag auf Montag kam es im Weisstannental SG auf einem Landwirtschaftsbetrieb zu einem Zwischenfall. Zwei Herdenschutzhunde wurden in der mit Strom eingezäunten Heimweide schwer verletzt aufgefunden. Die Nutztiere blieben unverletzt. Als Angreifer stehen laut Experten Wölfe im Verdacht.

Es ist unklar, ob die Verletzungen durch einen Hierarchiekampf unter den Hunden oder durch einen Zwischenfall mit Wölfen verursacht wurden, schreibt der Kanton St. Gallen in einer Mitteilung am Donnerstag.

Die fünf Herdenschutzhunde bewachen die Heimweide mit Ziegen, Schafe, Lamas und Pferde neben dem bewohnten Hof. Am frühen Montagmorgen hat der Landwirt zwei Herdenschutzhunde schwer verletzt mit Bissen im Kopf und Nacken im Gehege aufgefunden. Keines der Nutztiere wurde verletzt, der Zaun lag zerrissen am Boden.

Gemäss Mitteilung gibt es zwei Optionen: Die Verletzungen der Hunde können entweder durch einen Konflikt zwischen den Hunden verursacht worden sein oder durch einen Angriff durch Wölfe. «Da keine naheliegenden Gründe für einen Konflikt zwischen den Hunden vorliegen, gehen die Fachleute von einem Angriff durch Wölfe aus», heisst es weiter.

Wölfe sind im Weisstannental keine Seltenheit. In den vergangenen Monaten wurde die Raubtiere mehrmals nachgewiesen. Die Verletzungen an den Hunden waren identisch mit Fällen, in denen ein Wolf nachweislich einen Herdenschutzhund angegriffen hat. «Wenn es sich in diesem Fall um Wölfe gehandelt hat, wäre dies ein Beweis, dass der Herdenschutz durch die Hunde funktioniert hat», hält der Kanton fest.

Wolfspaar identifiziert

Die beiden mehrfach im südlichen Sarganserland beobachteten Wölfe konnten in den letzten Monaten genetisch identifiziert werden. Es handelt sich um die Wölfin F35, ein Jungtier aus dem Calandarudel. Beim Wolfsrüden handelt es sich um M111. Er wurde erstmals am 6. September 2019 in Flums SG nachgewiesen.

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38 Responses

  1. Diese Wolfsbister, knallt sie ab. Diese passen nicht mehr in die heutige Zivilgesellschaft. Schreibtischtäter haben es leicht, grosse Reden zu halten.

    1. Sie haben ein sehr komisches Verhältnis zu Ihrer Umwelt. Es ist schon traurig dass es Menschen wie Sie gibt. Sie representieren ein hoffentlich bald ausgestorbenes Weltbild.

      1. Frau Maurer, wenn sie schon mal ein Tier gesehn hätten, das einem Wolfsriss zum Opfer gefallen ist, dann würden sie anders denken.
        Herr Hauert hat recht, es gibt viel zu viele Wölfe hier, wir müssen die Dezimieren, so lange wir noch können

    2. Das waren nie im Leben Wölfe. Ein Wolf mit CA 30 Kg kann so einen Hund gar nicht so zurichten, auch nicht zwei. Die Hunde sind auf einander Loss, wie es in jedem Hunderudel gelegentlich passiert.

    3. Extreme Meinungen bringen doch nichts. Der Wolf gehört in unser Ökosystem. Aber das bedeutet nicht, dass jeder Wolf geschützt werden muss. Mass halten in jeder Beziehung und die möglichen Vorkehrungen treffen und notfalls auch mal ein Tier schiessen, dass die Scheu zu Mensch und Nutztier verloren hat.

  2. Die direkt betroffenen Bergkantone sollten selber über das Schicksal des Wolfes abstimmen können, ohne die Einmischung der Bevölkerung aus dem Mittelland, welche den Wolf nur aus Tierdokus kennen.
    Vielleicht ist halt die Schweiz einfach zu dicht besiedelt, als das ein unproblematisches zusammenleben mit dem Wolf möglich ist.

    1. Ja lieber Pedro,
      die betroffenen Kantone solle auch selbst zurechtkommen mit ihren Finanzen, ohne die Unterstützung der restlichen Schweiz.

  3. Wann versteht die Menschheit endlich, dass alle und jede Gattung Wesen ein Wohnrecht auf dieser Erde besitzt. Wir müssen allen Platz zugestehen und versuchen Einschränkungen zu akzeptieren. Wer schon jemals eine Bindung mit einem Tier aufgebaut oder aufbauen konnte weiss, dass unser Glück durch Symbiose besteht und wir nie ein Alleinrecht besassen. Habt Respekt von einander und hält diesen auch gegenüber der Natur ein!

      1. Die Schafe lassen sich auch nicht gerne schlachten ubd Kilometerweise davor durch die Schweiz fahren.. Frag mal die Schafe wie Sie sich fühlen wenn man Ihnen die Lämmlein wegnimmt um Sie zu schlachten….Fein Kommentar ist ohne Sinn????

        1. Bleiben sie stehen, mit jedem schritt und ihrem dasein als mensch sterben tiere, auch kene die so klein sind dass sie sie nicht sehen, oder vieleicht doch? Fliegen brauchen keine angst vor ihnen zu haben, denn sie haben die klatsche im gehirn

  4. Ach ihr lieben wolfbeschuezer
    Es werden ja auch zweibeiner importiert und willkommen geheissen ob sie kriminell sind oder nicht.
    So das sich einheimische kaum noch auf die strasse trauen !
    Vileicht reisst ein wolf einmal etwas was euch lieb ist!
    Ist es nicht sehr respektlos das tierhalter muessen zusehen wie ein wolf ein lebewesen reisst das sie hegen und pflegen jahr ein jahr aus?
    Woelfe sind sehr schoene und schlaue tiere,
    aber alles hat seine grenzen .
    Viel glueck ihr lieben tierhalter !

  5. Abknallen, der Wolf! Und der Autofahrer, der die 4 Kühe totgefahren hat, auch gleich!
    Das geht ja gar nicht, das Hunde verletzt und Kühe getötet werden!
    (Für die langsamen: Achtung Sarkasmus)

  6. Ich glaube knausrige Konsumenten und der Preisdruck des Zwischenhandels richten in der Landwirtschaft mehr Schaden an als der Wolf. Als Nutztier würde ich lieber vom Wolf getötet als nach einer monatelangen qualvollen Reise in beispielsweise Ägypten auf grauenvolle Weise abgeschlachtet zu werden.

  7. Der Wolf: für die Stadtbevölkerung ein schönes Tier. In den Voralpen sind fast keine Schafherden zu sehen, die schwer zugängliches Gelände abweiden. Der Wolf ist schon überall und kommt immer näher.

    1. Und das ist auch gut so!. Es gibt kein Tier was für unsere Ökosysteme, für die Stabilität von Fauna und Flora so wichtig ist wie der Wolf. Wenn sich die Tierhalter an die Regeln im Umgang mit dem Wolf halten würden, wenn wir den Umgang mit den Tieren lernen und ihnen den Respekt erweisen würden, den sie verdienen, könnte die Schweiz ein Musterländle in Sachen Natur- und Artenschutz werden.

  8. Sie sprechen mir aus dem Herzen, Herr Keller!
    Wie die indigenen Völker immer wieder betonen, sind wir alle miteinander verbunden, Teil des grossen Ganzen. Z B Insekten – wir empfinden manche als störend und setzen Gift ein. Wir vergessen dass alle Insekten entweder als Vogelfutter oder Bestäuber etc. dienen. Wölfe dienen im Idealfall als Regulatoren des Wildbestandes und dadurch den Wald vor Verbiss. Der Mensch will immer mehr und beansprucht noch die letzten Erdwinkel für sich und den Profit..

  9. Dies mögen wohl in vielem Recht haben. Leider fehlt der natürliche Regulator des Wildes. Inzwischen ist die Schweiz so dicht und mit vielen Menschen besiedelt in dass der Raum, den der Wolf für ein Artgerechtes Leben bräuchte, gar nicht mehr vorhanden ist. Entweder eliminieren ein Teil der Menschheit oder der Wolf wird zurück gedrängt.

  10. Unglaublich was diese Wolfsbefürworter in ihrem Hirn haben, wenn überhaupt eines vorhanden ist. Dieselben haben noch kaum eine Zucht aufgebaut oder vielleicht ein Nutztier gefüttert. Wenn es um ihr Haustier was es auch immer für eines sein mag, wären es die ersten die brüllen würden wie die Löwen. Es ist zu hoffen, dass sämtlichen solchen ein solcher Fall eintreffen möge, vielleicht würden sich dann plötzlich wieder Hirne einschalten.

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