Dienstag, 9. August 2022
29.07.2022 17:15
Wallis

«Falschen» Wolf erlegt

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Von: sda

Ein im Wallis von der Wildhut geschossene Wolf ist nicht derjenige, für den er gehalten wurde. Der Wolf war Mitte März im Val d’Hérens erlegt worden und hätte nicht zum Abschuss freigegeben werden dürfen.

Die Altersanalyse habe ergeben, dass der am 17. März entnommene Rüde in seinem sechsten Lebensjahr gewesen sei und nicht zum Rudel aus dem Val d’Hérens gehöre, schrieb die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere des Kantons Wallis (DJFW) am Freitag in einer Mitteilung.

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen, die während des Abschusses durch die Berufswildhüter getroffen wurden, fiel der Rüde somit nicht in die Kategorie der Individuen, die entnommen werden durften, wie es weiter hiess. Dies zeige, wie schwierig es sei, bei der Durchführung von Regulationsabschüssen nach den geltenden gesetzlichen Grundlagen mit Sicherheit zu unterscheiden, welches Individuum zu erlegen sei.

Die genetischen Analysen hätten zudem gezeigt, dass eine am 5. März 2022 erlegte Jungwölfin in ihrem zweiten Lebensjahr gewesen sei und dem Rudel im Val d’Hérens angehörte. Sie sei ausserdem trächtig gewesen.

Gemäss der revidierten Verordnung zum Bundesgesetz über die Jagd (JSV) darf die Anzahl der Individuen, die getötet werden dürfen, die Hälfte der Jungtiere des Rudels nicht überschreiten. Die Regulierung des Rudels im Val d›Hérens war laut Mitteilung am 30. August 2021 angeordnet worden. Zuvor hatte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) zugestimmt und aufgrund des kantonalen Monitorings die Anwesenheit eines Rudels mit fünf Wolfswelpen bestätigt.

Die Wildhüter hatten demnach bis zum 31. März 2022 Zeit, zwei Jungwölfe zu erlegen. Im Val d›Hérens waren elf Schafe in einer geschützten Situation getötet worden.

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25 Responses

      1. Wieso haben unsere Vorfahren den Bär, Wolf und Luchs ausgerottet? Ich nehme an, die hatten ihre Gründe. Wir sollten baldmöglichst in die Fußstapfen von unseren Grossvätern treten. Nur so kommen wir zum Ergebnis. Also weg mit den Raubtieren.

    1. Hahaha, warum wohl!? … Im Appenzellerland würden wir das auch!
      Zuviel harte Arbeit macht er uns kaputt. Ein Schlag ins Genick allen unsere Vorfahren in den Alpen, die ihr Leben lang gekrüppelt haben und die wundervolle Alpen erschaffen oder gepflegt haben. Tja, wenn ihr Wolfsfreunde immer von Natur spricht, dann bitte verbietet den Städter den Besuch im Alpgebiet. Ständig überall Leute wie Ameisen, wo soll der Wolf denn leben????

        1. Weisst du wie gross Canada ist?BC ist über 250 x grösser als CH. Bevölkerungsdichte pro m2/km weniger als 20 Personen gegenüber CH von über von mehr als 250 Peronen!!??

  1. Wenn eine Stadt an einen Wald grenzt und sich dort ein Wolfsrudel ansiedelt,möchte ich gerne wissen,wie die Städtischen Wolfsschützer und ihre Bewohner reagieren würden???0

    1. Andy
      So ein Dumer Kommentar.
      Würde einer das vor meiner Haustür machen.. der wäre ein armer Mensch.
      Mensche sind die Schlimmsten Bestien der Erde.
      Ich habe lieber ein Wolfsrudel in meiner Nachbarschaft als solche Verkorkste Negative Menschen wo keine Ahnung haben von Wölfen.
      Ich stelle dein Lieblings Essen vor die Nase, du kannst 1 Happen Essen dan nehme ich es weg.
      Hast keine freude. Das mache ich jeden tag so.
      Du wirst Mega Sauer und rastest aus.
      So geht es den Wölfe auch.

    1. Stimmt genau, wie Sie festhalten, Herr Bürgin, der Wolf gehört zur Natur und in die freie Wildbahn.
      Das haben wir leider in der Schweiz nicht und können es auch mit Organisationen und vielen Spendengeldern, nicht mehr schaffen. Das kleine Stücklein Natur, das uns noch geblieben ist, reicht dazu leider nicht
      Ein Wolfsrudel benötigt durchschnittlich 250 Quadratkilometer um sich artgerecht und ungestört entwickeln zu können.

  2. Was für naive Menschen Müsst ihr sein wie for drei hundert Jahre ich Wünsche euch fiele schwere Krankheiten wo ihr Leiden müsst den unser Gesetz schützt euch noch für dieses Verbrechen.

    1. Das ist ja wirklich schlimm und unwürdig ,was Sie da, lieber Herr Zingg, Mitmenschen anwünschen.
      Vielleicht sind wir auch ohne ihre Wünsche, gar nicht mehr so weit, von diesem Szenario entfernt.
      Krankheiten und Seuchen
      Lieblosigkeit und Kriege
      Umweltzerstöhrung und Hunger in der Welt
      Verseuchung der Weltmeere mit Mikroplastik
      Die ständige atomare Bedrohung im Nacken
      Das soll nicht Angstmacherei sein, ist aber Realität.

  3. Nana
    So Negative Kommentare.
    Ich habe den Wolf ( die Wölfe ) schon etliche mal gesehen und die mich auch.
    Keiner kam mir und meinen Hunden zu nahe.
    Sie Beobachteten und Begleiteten uns ein Stück weit.
    Ich hab den Wald gleich neben unserem Haus . Ja das Märchen vom Bösen Wolf .
    Und gewisse schreiberlinge , Wölfe,Bären und andere Pelztiere wurden HAUPSÄCHLICH wegen dem Fell Gejagt.

    1. Leider haben viele Bauern, den Blick auf Zusammenhänge in der Natur verloren. So verstehen viele nicht mehr, dass jedes Tier seinen Sinn und Zweck hat und wir die Störung in diesem Gleichgewicht sind. Unsere Agrarflächen sind grüne Wüsten, wo Biodiversität kein Platz findet. Leider sieht es in den Köpfen vieler, ähnlich karg aus.

      1. Dann metzle doch die halbe CH-Bevölkerung nieder! Dann und nur dann können wir wieder Biomässig wie früher Lebensmittel produzieren!!!!! Ich verstehe nicht, dass man den Zusammenhang nicht erkennen kann. . . .

  4. Schade, das so viele Kommentare, stichwortartig, unfundiert, beleidigend und verletzend, verfasst werden , zum Thema Wolf. Viele, realitätsfremde, eine naturbefürwortende, Argumente, verändern, das Problem nicht.
    Die Zivilisation und Bevölkerungsdichte, kann nicht weggezaubert werden.
    Über 8,5 Millionen Einwohner, können nicht mit Blumenwiesen ernährt werden.
    Der Mensch, ist nicht mehr fähig, die geschundene Mutter Erde zu verwalten.
    Wäre noch viel anzufügen.

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