Donnerstag, 8. Dezember 2022
24.11.2022 08:16
Fütterung

Zürich: Zwei Tonnen Insekten für Zootiere

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Von: sda

Sie sind klein, oft unauffällig und häufig gut getarnt. Daher werden Insekten oft übersehen, obwohl sie die grösste Gruppe in der Tierwelt darstellen. Auch im Zoo Zürich spielen sie eine wichtige Rolle – vor allem als Futter.

Pro Jahr verfüttert der Zoo rund zwei Tonnen Insekten, unter anderem Grillen, Heuschrecken oder auch Fruchtfliegen, wie er am Mittwoch mitteilte. Abnehmer sind etwa Chamäleons, Ameisenbären, Tukane oder Totenkopfaffen.

Diverse Insekten zeigt der Zoo aber auch im Exotarium, darunter Stabschrecken, die aussehen wie ein Ast, oder das Wandelnde Blatt, das kaum von echten Blättern zu unterscheiden ist.

Weltweit nimmt die Biodiversität der Insekten stark ab. Gründe dafür sind: Lebensraumverlust, Pestizide, Krankheiten, eingeschleppte Arten und der Klimawandel. In der Schweiz sind fast 60 Prozent der Insekten bedroht, wie der Zoo schreibt.

Pro Mensch 200 Millionen Insekten

Insekten sind schädlich und nützlich zugleich. Einige Insekten, wie etwa die Wüstenheuschrecke, die in grossen Schwärmen innerhalb von wenigen Tagen ganze Ernten vernichtet, sind gefürchtete Schädlinge. Andere sind wichtige Nützlinge. So bestäuben Insekten zwei Drittel der wichtigsten Nutz- und 80 Prozent der Wildpflanzen.

Bislang wurden über eine Million Insektenarten beschrieben. Forschende gehen aber sogar von bis zu fünf Millionen aus. Fachleute schätzen, dass auf jeden Menschen weltweit 200 Millionen Insekten kommen.

Sie bevölkern alle Kontinente, haben diverse Formen und Farben und variieren in ihrer Grösse von winzigen 0,14 Millimetern bis zu stattlichen 33 Zentimetern. Insekten haben immer drei Beinpaare, was sie etwa von Spinnen, Milben, Zecken, Asseln oder Tausendfüssern unterscheidet.

Überwintern mit verschiedenen Strategien

Insekten sind wechselwarm und daher nicht aktiv, wenn es kalt ist. Bis zum Frühling verfallen sie in eine Kältestarre. Einige schützen sich mit einer Art Frostschutz vor dem Erfrieren, andere halten sich gegenseitig warm, wie etwa die Bienen.

Wiederum andere Strategien haben etwa Hornissen entwickelt. Bei diesen überleben nur die Königinnen, die dann im Frühling ihre Eier legen. Einige Falter machen es wie Vögel und ziehen nach Süden. Beispiel dafür ist der Admiral.

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